Wegezeichen:
GPX:

Werbung endet in 10 Sekunden

Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 254 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 254 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Hunsrück
Art: Rundwanderung
Kilometer: 14
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Durch das Simmerbachtal zum Hundrück-Dom in Ravengiersburg

Wichtiger Hinweis:

Wir haben die Traumschleife Domblick um den knapp drei Kilometer messenden Hunsrück-Dom-Rundweg erweitert, der es ermöglicht, das beeindruckende Kirchenbauwerk aus nächster Nähe und von innen in Augenschein zu nehmen.

Die knapp elf Kilometer lange Traumschleife Domblick führt beiderseits des Simmerbaches durch das idyllische Flusstal zum Aussichtspunkt Domblick, nach dem die Route bezeichnet wird. Neben sattgrünen Wiesenauen entlang des Gewässers schwingt sich die Route auch zu den Hunsrückhöhen hinauf und ermöglicht herrliche Weitblicke hinüber zum Soonwald. Breite Wald- und Wiesenwege bestimmen in überwiegendem Maße den Streckenverlauf. In einem nicht unerheblichen Teil verfügt das Routenprofil aber auch über die von jedem Wanderer so begehrten pfadigen Verläufe. Sogar eine kurze, seilgesicherte Kletterstelle ist zu überwinden. Von den Anhöhen fällt immer wieder der Blick in das idyllische Tal des Simmerbaches, der sich windungsreich durch die Landschaft schlängelt und mehrmals überschritten wird. Asphaltierte Wegabschnitte sind nur in den zu durchwandernden Hunsrückorten anzutreffen.


Blick ins Simmerbachtal vom Aussichtspunkt Eselsberg

Vom Eselsberg fällt ein erregender Tiefblick ins windungsreiche Simmerbachtal

Wir beginnen die Wanderung am vorgesehenen Startpunkt der Traumschleife Domblick an der Simmerbachbrücke in der Hauptstraße des Hunsrückortes Ohlweiler. Ausreichende Parkmöglichkeiten befinden sich auf dem in der Dorfstraße „Im Farrich“ befindlichen Wanderparkplatz am Friedhof. Vom Traumschleifenportal an der Simmerbachbrücke führt uns ein breiter, fein geschotterter Weg mit der Routenführung des Schinderhannespfades unterhalb des Wochenendgebietes in das idyllische und schon frühlingshaft anmutende Simmerbachtal. Schon bald verlässt die Traumschleifenroute den breiten Weg und steigt mit einem schmalen Pfad links abzweigend in die Flanke des Eselsberges. Durch einen Buchbestand geht es bei ständigem Auf und Ab in halber Hanglage schlussendlich zu einem Aussichtspunkt hinauf, der herrliche Tiefblicke ins Simmerbachtal ermöglicht. Schließlich fällt die Route wieder zum Talgrund hinab und tritt unmittelbar an den Simmerbach heran. Erneut folgen die Wanderer dem breiten Weg entlang des Gewässers in Fließrichtung.


Beim pfadigen Aufstieg aus dem Simmerbachtal hinauf zum Mühlenberg ist eine Kletterstelle zu überwinden

Der Simmerbach ist ein 57 Kilometer langes Fließgewässer, das in der Nähe von Laudert entspringt, im Unterlauf als Kellenbach bezeichnet wird und bei der Ortschaft Simmertal in die Nahe mündet. Ein kurzes Stück führt die Traumschleifenroute im Talgrund an Waldrändern entlang. Dabei wird der Bustebach überschritten. Bevor es eintönig wird geht es mit einem steilen Pfad erneut in den Hang. Um die Anhöhe zu erklimmen ist eine kurze, seilgesicherte Kletterstelle zu überwinden. Vom nunmehr bezwungenen Mühlenberg, auf dem sich eine Rastmöglichkeit befindet, fällt der Blick erneut in das sattgrüne Simmerbachtal und auf die Ortschaft Schönborn, die sich auf dem Plateau der gegenüber liegenden Talseite zeigt. Vom Aussichtspunkt Mühlenberg läuft die Traumschleife am Waldrand entlang, taucht pfadig in den Wald ein und führt uns, wenig später wieder talwärts wandernd, in den Hunsrückort Belgweiler.


Der Hunsrück-Dom vom Aussichtspunkt Domblick

Vom Aussichtspunkt Domblick zeigen sich die Ortschaft Ravengiersburg und der imposante Hunsrück-Dom

In der Dorfmitte von Belgweiler bewundern die Wanderer die im unverputzten Schieferbau errichtete St. Anna-Kapelle. Der Überlieferung nach geht die Kapelle auf eine Stiftung aus dem Jahre 1557 zurück. In Belgweiler überqueren wir erstmals den Simmerbach und wandern rechts des Gewässers durch das von der Frühlingssonne geflutete Simmerbachtal. Schließlich verlässt die Traumschleife den Talgrund und steigt zum Aussichtspunkte Domblick hinauf. Hier treffen die Wanderer auf einen hölzernen Unterstand und eine Sinnenbank, die einen herrlichen Panoramablick auf die Ortschaft Ravengiersburg und das imposante Bauwerk des Hunsrück-Doms ermöglichen. Zudem besteht hier die Möglichkeit, abweichend von der Traumschleifenroute, den knapp drei Kilometer langen Hunsrück-Dom-Rundweg zu begehen. Nach kurzer Trinkpause entscheiden wir uns für die Verlängerung der Taumschleifenrunde und folgen ab jetzt den Wegezeichen des Hunsrück-Dom-Rundweges.


Der Hunsrück-Dom ist ein imposantes Kirchenbauwerk mit einem zweitürmigen romanischen Westwerk

Mit der Routenführung des Hunsrück-Dom-Rundweges queren wir den Simmerbach ein zweites Mal und steigen dann innerhalb von Ravengiersburg mit einem Treppenaufgang zum Hunsrück-Dom hinauf. Hoch über dem Simmerbach treffen wir auf ein mächtiges Kirchenbauwerk, das im 10. Jahrhundert als Burg erbaut wurde. Den beiden 42 Meter hohen Türme des im romanischen Baustil errichteten Westwerks verdankt die Kirche wohl die Bezeichnung als "Hunsrück-Dom". Sehenswert ist auch das barocke Innere der ehemaligen Klosterkirche, die im Mittelalter zu einem Augustiner-Chorherrenstift gehörte. Im Anschluss an die Besichtigung folgen wir der Beschilderung durch den Ort Ravengiersburg, überschreiten erneut den Simmerbach und steigen in den Hang hinein. Nach einem scharfen Rechtsknick führen erdige Waldpfade eine ganze Weile über die Anhöhe hinweg. Ein weiterer Aussichtspunkt wird angelaufen, der einen grandiosen Blick auf Ravengiersburg und den Hunsrück-Dom möglich macht. Schließlich treffen wir wieder auf die Routenführung der Traumschleife, der wir nunmehr nach links schwenkend folgen.


Am Simmerbach kurz vor dem Start- und Zielort Ohlweiler

Vom weitläufigen Hunsrückplateau genießen wir herrliche Weitblicke bis in den Naturpark Soonwald

Auch im weiteren Verlauf zeigt die Traumschleife pfadigen Charakter. Wir wandern im Oberbrunnenwald durch Niedergehölz und Jungbirkenbestände. Im nun folgenden letzten Drittel der Tour tritt die Route in die freie Feldflur hinaus. Es geht am Waldrand vorbei, wobei zur Rechten der Hunsrückort Oppertshausen zu sehen ist. Eine kleine Waldparzelle wird durchschritten. Aus dem Forst heraus tretend treffen die Wanderer auf eine Riesenschaukel, die zu einer letzten Wanderrast einlädt. Im nun folgenden Tourabschnitt beeindrucken die herrlichen Weitblicke über das weitläufige Hunsrückplateau. Weit in der Ferne ist der bewaldete Höhenzug des Naturparks Soonwald zu sehen. Wir wandern am Dorfrand von Schönborn vorbei und passieren die K58. Nach einem weiten Linksbogen über landwirtschaftliche Nutzflächen fällt die Traumschleife in einen idyllischen Talgrund, aus dem ein steiler Pfad wieder zur Anhöhe im Batzenbusch hinauf führt. Von dort aus geht es hinab ins Simmerbachtal und am Gewässer entlang zurück nach Ohlweiler. Hier endet die schöne Traumschleifenrunde.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die knapp elf Kilometer messende Traumschleife Domblick glänzt mit der Durchwanderung des idyllischen Simmerbachtales. Dabei bleibt die Route jedoch nicht auf den breiten Talwegen, sondern steigt mehrmals sehr amüsant und jedes Mal pfadig in den bewaldeten Hang. Vom Eselsberg und Mühlenberg fallen dann erregende Tiefblicke ins Tal des Simmerbaches. Man sollte es nicht beim Namensgeber, dem Aussichtspunkt Domblick belassen, sondern die Traumschleifenroute um den pfadigen Hunsrück-Dom-Rundweg erweitern. So kann man das imposante Kirchenbauwerk aus nächster Nähe und von innen in Augenschein nehmen. Die Runde verlängert sich damit auf insgesamt 14 Wanderkilometer. Ausgesprochen positiv zu bewerten sind auch die schönen Weitblicke hinüber zum Soonwald im letzten Tourabschnitt. Leider verfehlt die reine Traumschleifenroute das Premiumsegment von Profirouten recht knapp. Drei von fünf möglichen Sterne in den Kategorien Erlebnis und Landschaft erscheinen angemessen. Die Beschilderung der Route ist vollkommen in Ordnung. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.

In der Nähe:

Drucken