Wegezeichen:
GPX:

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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 245 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 324 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Saarland-Saargau
Art: Streckenwanderung
Kilometer: 16
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Von den gigantischen Schossberghöhlen zum idyllischen Möhlwoog-Weiher

Die waldreiche 7. Etappe des Bliessteigs von Homburg nach Jägersburg ist mit ihren knapp 16 Wanderkilometern einer der längsten Teilabschnitte des Weitwanderweges. Das Streckenprofil beinhaltet naturnahe Forstwege und einen sehr hohen Anteil schmaler, erdiger Waldpfade. Zwei stramme Anstiege hinauf zum Stumpfen Gipfel und zum Kehrberg erfordern ein gewisses Mindestmaß an Kondition. Auch im 7. Abschnitt des Bliessteigs wird an bizarren Buntsandsteinformationen entlang marschiert. Neben den gigantischen Schlossberghöhlen gleich zu Beginn der Streckenwanderung, dem idyllisch gelegenen Karlsbergweiher und den Ruinenresten der Orangerie im Mittelteil sorgt der Vorbeimarsch am Möhlwoogweiher zum Tourabschluss für die herausragenden Höhepunkte auf diesem Teil des Bliessteigs.


In den gigantischen Schlossberghöhlen

Die Besichtigung der Schlossberghöhlen gleich zu Beginn der Tour ist ein absolutes Muss auf der 7. Etappe

Wir starten in die Streckenwanderung auf dem Wanderparkplatz an der Schlossberg-Höhen-Straße zu Füßen der Festung Homburg, die nach ihrem französischen Baumeister auch als Vauban-Festung bezeichnet wird. Hier steht kostenloser Parkraum zur Verfügung. Vom aussichtsreichen Schlossberg genießen wir einen grandiosen Blick auf die Stadt Homburg und folgen dann der Beschilderung über Treppenstufen talwärts wandernd und rechts vorbei am Schlossberghotel zum Eingang der Schlossberghöhlen. Nach Entrichtung einer Gebühr in Höhe von 7,00 € kann man die größten Buntsandsteinhöhlen Europas besichtigen. Sie sind von Menschenhand durch den Abbau von Buntsandstein entstanden. Das überaus sehenswerte Tunnelsystem, in dem quarzhaltiger Sand für die Glasindustrie gewonnen wurde, erstreckt sich bei 140 Metern in der Länge und 60 Metern in der Breite über mehrere ausgeleuchtete und begehbare Ebenen.


In der Flanke des Schlossbergs führt der Bliessteig an Buntsandsteinformationen entlang

Nach der beeindruckenden Begehung der Schlossberghöhlen folgen wir der Beschilderung des Bliessteigs auf schmalen Waldpfaden durch den Homburger Stadtwald bis zur Schlossberg-Höhen-Straße. Rechtsschwenkend wird ein kurzes Stück sanft bergauf an der Teerstraße entlang marschiert. Dann verlässt der Weitwanderweg links abzweigend die Asphaltpiste und führt überaus pfadig über den Hasendübel durch die Flanke des 338 Höhenmeter messenden Schlossbergs an mehreren bewundernswerten und wildzerklüfteten Buntsandsteinfelsen vorbei. Schließlich steigt der Bliessteig zum Stumpfen Gipfel empor, um von der 340 Meter hohen Anhöhe zum idyllisch gelegenen Karlsbergweiher hinüberzulaufen. Erneut werden dabei bizarre Felsformationen passiert und die L120 überschritten.


Am idyllisch gelegenen Karlsbergweiher kann Rast gehalten werden

Der Karlsbergweiher ist ein beeindruckendes Stillgewässer das der Erholung dient

Eingebettet in den im 18. Jahrhundert angelegten und kunstvoll gestalteten Karlsberg-Park ist das beeindruckende Stillgewässer heute von dichten Laubwäldern umgeben. Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken ließ den Weiher trapezförmig über mehrere Terrassen anlegen und sein Umfeld gärtnerisch aufwendig gestalten. In den steil zum Weiher abfallenden Hängen ließ er Wein und Kastanien anpflanzen. Heute dient der abgeschiedene Karlsbergweiher mit seiner beeindruckenden Stille vor allen Dingen der Erholung. Auch wir halten dort eine ausgiebige Wanderrast und steigen dann entlang eines Bachlaufs zur Karlsbergquelle hinauf. Aus einem eingefassten Metallrohr fällt hier das Quellwasser in einen hölzernen Trog und ergießt sich über unzählige, künstlich angelegte Stufen zu Tal, um schon wenig später in den Karlsbergweiher einzumünden.


Die ruinösen Reste der Orangerie von Schloss Karlsberg werden vom Bliessteig angelaufen

Vom Karlsbergweiher ist es nicht weit bis zur Ruine der Orangerie, einem weiteren Relikt des WaldParks Schloss Karlsberg. Innerhalb der umfangreichen in den Jahren 1778 bis 1788 errichteten Schlossanlage auf dem Karlsberg diente der ehemals dreiflüglig angelegte imposante Bau der Orangerie als Pflanzenhaus, insbesondere der Überwinterung kälteempfindlicher Zitrusfrüchte. Heute ist vom ehemals stolzen Bauwerk lediglich der ruinöse mittlere Teil des Kellergeschosses erhalten geblieben. Von der Orangerie führen schmale Waldpfade und breite Forstwege zum Großen Kehrberg hinauf. Hier auf einer Höhe von 351 über NN treffen die Wanderer auf eine bewirtschaftete Wanderhütte des Homburger Pfälzerwaldvereins. Vom Hüttenvorplatz fällt ein traumhafter Weitblick in die Saarpfalz.


Der Bliessteig läuft auf Uferpfaden am Möhlwoog-Weiher entlang

Der Möhlwoog ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Jägersburger Weiherlandschaft

Auch im letzten Drittel des Streckenverlaufs zeigt sich der Bliessteig ausgesprochen pfadig. Die Ortschaft Bruchhof wird durchwandert. Nachdem wir die Bebauung hinter uns gelassen haben, geht es eine Weile an einer stillgelegten Bahnlinie entlang. Schließlich wird die Autobahn A6 unterschritten. Nach Querung der L118 läuft der Bliessteig durch eine moorige Auenlandschaft zum Möhlwoog-Weiher hinüber. Das künstlich aufgestaute Gewässer wird durch den Erbach gespeist und diente ursprünglich als Teil der Jägersburger Weiherlandschaft der Fischzucht für die in der Nähe liegenden Klöster. Heute ist der Angelweiher ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrern. Die 7. Etappe des Bliessteigs führt direkt am Ufer entlang und endet an der urigen Gaststätte Peters Alm, die zwischen dem Möhlwoogteich und dem Brückweiher anzutreffen ist.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die nach unserer Messung knapp 16 Kilometer lange 7. Etappe des Bliessteigs von Homburg nach Jägersburg besticht durch ihren überbordenden Abwechslungsreichtum im Streckenverlauf. Hinzu gesellen sich die von jedem Wanderer so sehr geschätzten schmalen Wald- und Uferpfade, die große Teile der Route abdecken. Naturbelassene Forstwege und in kurzen Teilabschnitten asphaltiertes Geläuf werden ebenfalls beschritten. Mit dem Karlsbergweiher und dem Möhlwoogteich läuft der Bliessteig gleich an zwei idyllischen Gewässern entlang, die jedes für sich zu einer ausgiebigen Wanderrast einladen. Absolutes Highlight der Tour ist natürlich der Besuch der Schlossberghöhlen gleich zu Beginn der Streckenwanderung. Aufgrund der vorstehend aufgeführten positiven Attribute ist die Einordnung im 4-Sterne-Premiumbereich vollumfänglich gerechtfertigt. Die Beschilderung ist nahezu unverlaufbar und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze werden unterwegs in ausreichender Zahl angeboten.

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