Aus dem Mandelbachtal in die Barockstadt Blieskastel
Die mit dem Zuweg knapp 17 Kilometer lange 3. Bliessteigetappe von Bebelsheim nach Blieskastel zeigt sich recht abwechslungsreich. Sie verfügt über einen nicht unerheblichen Pfadanteil und glänzt mit herrlichen Weitblicken hoch über dem Mandelbachtal in den südlichen Bliesgau. Der ständige Wechsel zwischen aussichtsreichem Offenland und dem Durchwandern von kleinen Waldparzellen sorgt für Kurzweil und verleiht der Route einen unnachahmlichen Charakter. Denn herausragende Höhepunkte, etwa ein mittelalterliches Gemäuer, ein quirliger Bachlauf oder bizarre Felsformationen werden auch auf der dritten Etappe vermisst. Eine anzulaufende Panoramaschaukel und ein Wassertretbecken vermögen diesen Mangel nicht aufzuwiegen. Auch die Blies zeigt sich kein einziges Mal.
Im Startort Bebelsheim bewundern die Wanderer den schön gestalteten Wendelinusbrunnen.
Wir beginnen die Wanderung auf dem Parkplatz neben der St. Margaretha Kirche in Bebelsheim. Mit der Brückenstraße überqueren wir den Mandelbach und wandern am schön gestalteten Wendelinusbrunnen vorbei. Sein stark kalkhaltiges Wasser wurde in den zurückliegenden Jahrhunderten zum Kühlen von Butter verwendet. Der Wendelinusbrunnen war einer von acht Brunnen in der Gemeinde Bebelsheim. Seine Namensgebung geht auf den Hl. Wendelin zurück, der als Eremit im 6. Jhrt. im Waldgebiet zwischen Saartal und Hunsrück lebte. Ausgangs der Bebauung steigt der Zuweg zum Bliessteig mit einem befestigten Fahrweg in den Hang des Mandelbachtales. Unterwegs treffen die Wanderer auf ein uriges Wegezeichen. Die Wegmarkierung erinnert an die Turmhauben aus Feldsteinen mit denen die mittelalterlichen Kirchtürme im Bliesgau gedeckt waren. Wir setzen unseren Aufstieg fort und gelangen auf der Anhöhe an die Bebelsheimer Wanderhütte. Hier beginnt die 3. Etappe des Bliessteigs.

Weitere Bliessteig-Etappen
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