Von der Burg Kirkel über die Hollerkanzel zur Klosterruine Wörschweiler
Die zwölf Kilometer lange 5. Bliessteigetappe von Kirkel nach Schwarzenacker verfügt über einen ungemein hohen Pfadanteil. Die Streckenwanderung führt mit dem Burgpanoramaweg, der ehemaligen Kirkeler Tafeltour, ausgesprochen kurzweilig an unzähligen bizarren Buntsandsteinformationen vorbei, die umrundet oder gar überschritten werden. Dabei geht es in der Kernzone des Bioreservates Bliesgau auf erdigen Waldpfaden und holprigen Wurzelsteigen durch die lichten Laubmischwälder des Naturschutzgebietes Taubertal. Somit ist der 5. Teilabschnitt des Bliessteigs auch an heißen Sommertagen gut begehbar. Zum Schluss der Tour sorgen die ruinösen Reste des Klosters Wörschweiler für herausragende kulturhistorische Akzente. Vom Klosterberg kann man darüber hinaus noch einen herrlichen Blick auf den Zielort Schwarzenacker tief unten im Bliestal genießen.
Im Kirkeler Wald treffen die Wanderer auf die ersten bizarren Buntsandsteinformationen
Wir beginnen die Streckenwanderung über die fünfte Bliessteigetappe zu Füßen der Kirkeler Burg, die wir bereits zum Schluss des 4. Teilabschnittes angelaufen und bestiegen haben. Rechts abzweigend vom Limbacher Weg steigt ein schmaler Pfad in den bewaldeten Hang. Gleich zu Beginn wird das Eingangsportal des Burgpanoramaweges durchschritten. Bei diesem örtlichen Rundwanderweg handelt es sich um die Routenführung der ehemaligen Kirkeler Tafeltour, die man entsprechend umbenannt hat. In halber Hanglage tauchen alsbald die ersten Buntsandsteinformationen auf, die uns fortan nahezu ständig begleiten werden. Weiche Waldpfade und knorrige Wurzelsteige führen jetzt in ständigem Wechsel durch den Kirkeler Wald. Neben dem Bliessteig und dem Burgpanoramaweg durchstreift auch der Kirkeler Felsenpfad den lichten Forst, der zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten des Saarlandes zählt.
Die Buntsandsteinformation der Hollerkanzel ist ein Naturerlebnis der besonderen Art
Windungsreich und ausgesprochen kurzweilig führt uns der Bliessteig durch die Flanke des 381 Meter hohen Hirschberges zur Hollerburg hinauf. Es handelt sich dabei um die Burgstelle einer so genannten Holz-Erde-Anlage in der Waldgemarkung Hollerlöcher die als Fluchtburg der damaligen Bevölkerung diente. Die Hollerburg gilt als frühmittelalterliche Vorläuferbefestigung der im Jahre 1075 erstmals erwähnten Burg Kirkel. Vom Plateau der ehemaligen Burgstelle, das mit einer Sitzgruppe versehen ist, kann man bei guter Sicht den höchsten Berg des Saarlandes, den 568 Meter hohen Schaumberg bei Tholey erblicken. Gleich daneben treffen die Wanderer auf das absolute Highlight der Tour, die Felsformation Hollerkanzel. Die gewaltige Felsnase ragt über den Weg hinweg und der Bliessteig führt darunter hindurch. Deutlich ist zu sehen, dass der vordere Teil des Felsens abgebrochen ist und heute neben dem Pfad liegt.
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