Wegezeichen:
GPX:

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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 235 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 235 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Westerwald
Art: Rundwanderung
Kilometer: 19
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Vom Freilinger See über den Gräbersberg zur Wiedquelle

Wichtiger Hinweis:

Die nachfolgend beschriebene Rundwanderung im oberen Wiedtal wurde von Profirouten konzipiert und verfügt infolgedessen über kein einheitliches Wegezeichen. In kurzen Teilabschnitten fehlt eine Beschilderung völlig. Aus diesem Grund werden in der Kategorie Schwierigkeit drei von fünf Balken für erforderlich gehalten. Beim Nachwandern sollte man sich daher der kostenlos downloadbaren GPX-Datei von Profirouten bedienen.

Die knapp 19 Wanderkilometer messende Wiedwegrunde im oberen Wiedtal führt an zwei Teichen der Westerwälder Seenplatte vorbei und zum Aussichtsturm auf dem Gräbersberg hinauf. In großen Teilabschnitten folgt die Route dem Streckenverlauf der 1. und 2. Etappe des 117 Kilometer langen Wiedweges. Das Streckenprofil umfasst breite naturbelassene Wald- und Wiesenwege. In einem nicht unerheblichen Teil werden auch schmale Pfade begangen, die oftmals direkt an der jungen Wied entlang laufen. Neben den herrlichen Ausblicken vom Graebersbergturm und dem Vorbeimarsch an den beiden Weihern der Westerwälder Seenplatte, sind die Wiedquelle bei Linden und die Burgruine Steinebach weitere erwähnenswerte Highlights in der Wiedwegrunde.


Am idyllisch gelegenen Hofmannsweiher in der Westerwälder Seenplatte

Die Wiedwegrunde führt am idyllisch gelegenen, azurblauen Hofmannsweiher vorbei

Wir beginnen die Rundwanderung am Freilinger See. Auf dem dortigen Wanderparkplatz steht zumindest an Wochentagen kostenloser Parkraum gegenüber dem „Haus am See“ in ausreichendem Maße zur Verfügung. Vom Parkplatz folgen wir der Beschilderung des Wiedweges auf seiner 2. Etappe in Richtung Höchstenbach. Es geht an Waldsäumen entlang und wenig später an Hofmannsweiher vorbei. Wir nutzen die Möglichkeit direkt an das Ufer heran zu treten und den Ausblick auf den idyllisch gelegenen Teich mit seiner azurblau schimmernden Wasserfläche eine Weile zu genießen. Hofmannsweiher gehört zu den sieben Teichen der Westerwälder Seenplatte im Hachenburger Westerwald, die im 17. Jahrhundert von den Grafen zu Wied als Stauseen angelegt wurden, um Fischzucht zu betreiben. Seit dem Jahre 2019 befinden sich die Flachgewässer und die dazugehörigen Uferwälder im Besitz der NABU-Stiftung. Die Westerwälder Seenplatte hat sich inzwischen zu einem beliebten Natur- und Naherholungsgebiet entwickelt und bietet zahlreichen Arten von Wasservögeln einen geschützten Lebensraum.


Von Burg Steinebach ist ein Torbogen erhalten geblieben, der von einem Wassergraben umgeben ist

Nachdem die Wanderer Hofmannsweiher passiert haben, tritt die Route auf eine Freifläche hinaus, um wenig später erneut in den Wald einzutauchen und nach einem scharfen Rechtsknick in die in die Feuchtwiesen der Wiedauen hinein zu laufen. Hier geht es durch den Steinebacher Skulpturenpark, zu dem eine Basaltsäule, eine hölzerne Frauenfigur und ein dreiständiges Pilgerkreuz gehören. An einem symbolisierten Wiesenwehr wird erstmals die junge Wied überschritten, die bereits den Dreifelder Weiher durchflossen hat. In der Ortschaft Steinebach verlassen wir die Routenführung des Wiedweges und wandern auf innerörtlichen Straßen an der Ruine der Burg Steinebach vorbei. Lediglich ein steinerner Torbogen ist von der ehemaligen Niederungsburg erhalten geblieben, die wohl im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Heute ist die imposante Anlage von einem Wassergraben umgeben, in dem sich laut schnatternde Kanadagänse tummeln.


Traumhafte Fernblicke vom Gräbersbergturm in den Hohen Westerwald

Die Aussichtsplattform des Gräbersbergturmes bietet traumhafte Weitblick über den Hohen Westerwald

Außerhalb von Steinebach steigen wir zum Waldrand hinauf. Dort tritt die Wiedwegrunde pfadig und unbeschildert wieder in den Wald hinein und führt mit mehreren Richtungswechseln zum 513 Meter hohen Gräbersberg hinauf. Dort treffen die Wanderer auf den 78 Meter hohen Gräbersbergturm, der das Mobilfunknetz der Firma E-Plus unterstützt und zu touristischen Zwecken in 38 Metern Höhe mit einer Aussichtsplattform versehen wurde. Von dieser hohen Warte schweift ein grandioser Blick über den Hohen Westerwald. Bei guten Wetterbedingungen sollen der Kölner Dom, die Hohe Acht in der Eifel und der Feldberggipfel im Taunus zu sehen sein. Nach diesem traumhaften Rundumblick aus luftiger Höhe halten wir zu Füßen des Gräbersbergturmes Einkehr in der bewirtschafteten Alpenroder Wanderhütte, die regionale Speisen und gekühlte Getränke anbietet.


Die Wied entspringt bei Linden und mündet nach 102 Flusskilometern bei Neuwied-Irlich in den Rhein

Vom Gräbersbergturm wandern wir mit der Beschilderung des Wiedweges, diesmal auf der Routenführung der 1. Etappe in Richtung Linden. Nach einem scharfen Linksknick wird der Gehlerter Bach mittels einer Furt gequert. Es geht pfadig an einer Freiflächenphotovoltaikanlage entlang. Unterhalb der Erhebung "Großer Weißenstein" führt uns der Wiedweg in den Wald und an der Lochumer Schutzhütte vorbei. Schließlich geht es über Wiesenflächen und Weideland zur Wiedquelle hinüber, die am Ortsrand von Linden anzutreffen ist. Unterhalb einer ausladenden Buche tritt hier die Wied auf einer Seehöhe von 464 über NN als kleines Rinnsal zu Tage. Der junge Fluss speist den Dreifelder Weiher der Westerwälder Seenplatte, fließt durch den Naturpark Rhein-Westerwald, um dann nach 102 Flusskilometern bei Neuwied-Irlich in den Rhein zu münden. Die an der Wiedquelle anzutreffende Sitzgruppe nutzen wir zu einer kurzen Trinkpause.


Die Wiedquelle am Dorfrand des Westerwaldortes Linden

Die Wiedwegrunde führt am Dreifelder Weiher entlang, dem größten Gewässer der Westerwälder Seenplatte

Wir verlassen die Wiedquelle, überschreiten die L303 und wandern durch Weideland zum Waldrand hinüber. Es geht an der südlichen Ortsrandbebauung von Linden vorbei. Dabei treffen die Wanderer auf die junge Wied, der nun eine ganze Weile zu folgen ist. Überaus imposant und idyllisch geht es mit einem schmalen Uferpfad durch einen wilden Auenwald direkt am Gewässer entlang. Über eine steinerne Furt wird schließlich die Wied überschritten, um kurz darauf nach Dreifelden zu gelangen. Der Wiedweg führt durch den Ort und quert die Wied über eine Holzbrücke zum zweiten Mal. Hier besteht die Möglichkeit den Dreifelder Weiher, der von der Wied durchflossen wird, in Augenschein zu nehmen. Der Dreifelder Weiher ist mit einer Wasserfläche von 123 ha das größte Gewässer der Westerwälder Seenplatte. Leider hat man den Weiher zwecks Ausbesserungsarbeiten am Staudamm zurzeit leer laufen lassen (Stand Mai 2026), sodass sich nur eine verlandete Teichfläche zeigt. Allerdings ist man gerade dabei, das trocken gefallene Gewässer wieder anzustauen. Breite Uferwege und zum Schluss der Runde wieder pfadiges Geläuf führen uns zurück zum Ausgangspunkt dieser schönen Wiedwegrunde im oberen Wiedtal.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Wer das obere Wiedtal mit all seinen bemerkenswerten Facetten erkunden will und eine Rundwanderung den Streckenwanderungen über die 1. und 2. Etappe des Wiedweges vorzieht, der sollte sich die von Profirouten zusammengefügte 19 Kilometer lange Wiedwegrunde vornehmen. Die Tour verfügt über einen in großen Teilen pfadigen Verlauf und bindet die Highlights der beiden ersten Teilabschnitte des 117 Kilometer langen Wiedweges in den Streckenverlauf mit ein. Den kurzen Abstecher zur Burgruine Steinebach und den Stichweg zum Gräbersbergturm mit seinen grandiosen Weitblicken sollte man sich dabei nicht entgehen lassen. So ist die abwechslungsreiche Runde in den Kategorien Landschaft und Erlebnis durchaus im Vier-Sterne-Premiumbereich einzuordnen. In den Teilabschnitten des Wiedweges ist die Beschilderung der Wiedwegrunde ausreichend und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl entlang der Wegstrecke vorhanden.

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