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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 825 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 825 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Eifel, Ahrtal
Art: Rundwanderung
Kilometer: 16
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Auf exponierten, aussichtsreichen Steigen durch das wilde Ahrgebirge

Wichtige Hinweise:

Die nachfolgend beschriebene Rundwanderung wurde von Profirouten konzipiert und zusammengestellt. Infolgedessen verfügt die Route über kein durchgängiges Wegezeichen. Unterwegs anzutreffende Beschilderung können daher missachtet werden. In einigen kurzen Teilabschnitten ist alpine Erfahrung durchaus hilfreich. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gehörige Kondition werden vorausgesetzt. Schließlich sind 825 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu durchsteigen. Aus all diesen Gründen wird in den Kategorien Schwierigkeit und Kondition die Höchstzahl von fünf Balken für erforderlich gehalten.

Die knapp sechzehn Kilometer lange aussichtsreiche Kraxeltour über fünf „Gipfel“ in der Altenahrer Schweiz sucht auch im wilden Ahrgebirge ihresgleichen und ist eine Rundwanderung der Superlative. Auf schmalen, windungsreichen Waldpfaden und felsigen, oftmals ausgesetzten Steigen sind in der Altenahrer Schweiz die fünf herausragenden Felsenkanzeln von Mayschosser Teufelsley, Schrock, Altenburger Horn, Ditschhardt und Teufelsloch zu besteigen, die allesamt traumhafte Tiefblicke ins windungsreiche Ahrtal ermöglichen. Der Streckenverlauf gestaltet sich ausgesprochen wild. Teile der Route werden nicht mehr gepflegt und daher nur selten begangen. Deshalb können die schmalen Pfade durch einwachsendes Geäst, umgestürzte Bäume, Brombeerdornen und kleine Erdrutsche an vielen Stellen nicht ungehindert begehbar sein. Allerdings gehören auch naturbelassene Waldwege zum Routenprofil. Asphaltiertes Geläuf ist lediglich in den Ortslagen anzutreffen.


Wilde, plattige Felsabbrüche ins Naturschutzgebiet Langfigtal von der Engelsley

Auf Serpentinenpfaden fällt die 5-Gipfel-Tour in das Naturschutzgebiet Langfigtal hinein

Die 5-Gipfel-Tour beginnt auf dem Parkplatz am Seniorenheim von Altenburg. Sogleich geht es mit einem breiten Waldweg in den steilen Hang. An der Wegespinne auf der Anhöhe halten wir uns rechts und wandern mit dem Ahr-Urft-Weg des Eifelvereins weiterhin sanft bergan in Richtung Schrock. Zur linken Seite hin eröffnet sich wenig später ein erregender Blick auf die beiden Gipfel der Engelsley, die jenseits des Ahrtals aufragen. Nach einem Kilometer verlassen wir den Ahr-Urft-Weg und folgen dem links abzweigenden Geologischen Wanderweg Altenahr, der kurz darauf mit engen Serpentinenpfaden ins Langfigtal hinab fällt. Die drei Kilometer lange Flussschleife des Langfigtales ist die größte und imposanteste Mäanderschleife der Ahr und wurde im Jahre 1983 unter Naturschutz gestellt. Durch die verheerende Ahrflut des Jahres 2021 wurde das Langfigtal stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine dort vormals anzutreffende Ahrbrücke für Fußgänger wurde von den Wassermassen mitgerissen und machte das Verlegen mehrerer Wanderrouten erforderlich.


Ausgangs des Langfigtales ist weit voraus auf einem Schieferfelsen Burgruine Are zu sehen

Im Langfigtal folgen die Wanderer nach rechts schwenkend dem ehemaligen Routenverlauf des Ahrtalweges. Der schmale Uferpfad folgt dem Lauf der Ahr, zeigt sich allerdings ziemlich zugewachsen. Rechts und links der Route ragen mannshohe Stauden auf, deren Blattwerk in den Pfad hinein ragt. Mehrmals tritt die 5-Gipfel-Tour direkt an das Ufer der Ahr heran. Jenseits des Flusses zeigen sich die plattig ins Langfigtal abbrechenden Felsbastionen der Engelsley. Der in die Route hineinragende Schieferfelsen wird durchklettert, bevor der Uferpfad wieder ebenen Fußes an der Ahr entlang läuft. Im rechtsseitigen Steilhang sind in den aufgelassenen Weinbergen die Überreste uralter Trockenmauern zu sehen, die Wärme liebenden Tier- und Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum bieten und die Unterschutzstellung des Langfigtales rechtfertigen. Ausgangs der canonartigen Tallage zeigen sich weit voraus die Ruinengemäuer der Burg Are, die hoch über einem schroffen Schieferfelsen aufragen.


Traumhafte Tiefblicke ins Langfigtal von der 320 Meter hohen Teufelsley

Von der 320 Meter hohen Teufelsley genießen wir traumhafte Tiefblicke ins Langfigtal

Kurz vor der Eisenbahnbrücke der Ahrtalbahn endet der schmale, entlang der Uferbefestigung laufende Pfad. An dieser Stelle gilt es, etwas unkonventionell knapp fünf Meter in die nach der Ahrflut errichtete und stufig betonierte Hangbefestigung hinein zu klettern. Weiter oben treffen die Wanderer auf die ehemalige Routenführung des Ahrsteigs, dessen Beschilderung immer noch gut sichtbar angebracht ist. Ein kurzes Stück führt die 5-Gipfel-Tour an der Trasse der Ahrtalbahn entlang, um sodann in den bewaldeten Hang zu steigen. Überaus steil und windungsreich geht es jetzt bergan. Bizarre Felsformationen säumen den schmalen Pfad, der sich im weiteren Verlauf bei zunehmender Höhe ein wenig verflacht. Nach mehreren Richtungswechseln erreichen die Wanderer schließlich den Fuß der Mayschosser Teufelsley. Mit einem kurzen links abzweigenden Abstecher bei nahezu alpiner Kletterei steigen wir zum 320 Meter hohen Gipfelkreuz hinauf. Traumhafte Tiefblicke gen Westen ins Langfigtal und nach Osten hin auf Mayschoss entschädigen für die nicht ganz einfache Kletterei und den Kräfte zehrenden Aufstieg.


Vom Aussichtspunkt Schrock fällt der Blick auf den Weinort Mayschoss mit der Burgruine Saffenburg

Mit einem überaus bedachtsamen Abstieg verlassen wir nach ausgiebiger Wanderrast die Mayschosser Teufelsley und beginnen den Aufstieg zum zweiten Gipfel des Tages, dem Schrock. Ein kaum noch begangener windungsreicher Waldpfad führt lang anhaltend stramm bergan. Umgestürzte Baumriesen liegen quer zum Steig und kleine Erdrutsche müssen sorgfältig umgangen werden. Schließlich gelangen die Wanderer zur sturmerprobten Schutzhütte auf dem 403 Meter hohen Felsennest des Schrocks. Es ist bei Weitem nicht das erste Mal, dass wir diesen grandiosen Aussichtspunkt im Ahrgebirge erstiegen haben. Trotzdem sind wir immer wieder fasziniert von dem herrlichen Ahrtalpanorama welches der Schrock zu bieten hat. Tief unten im Flusstal liegt der Weinort Mayschoss mit der Burgruine Saffenburg, weit in der Ferne ist bei Dernau die Silhouette des Krausbergs zu sehen und am Horizont zeigen sich bei guter Fernsicht jenseits des Rheintales sogar die Höhenzüge des Siebengebirges.


Vom Hornberg fällt der Blick auf den Start- und Zielort Altenburg

Vom Hornberg ist tief unten im Ahrtal der Start- und Zielort Altenburg zu sehen

Nachdem wir den Schrock hinter uns gelassen haben, geht es noch einmal in Richtung Steinerberg steil bergauf. Dann treten die Wanderer aus dem Forst heraus, wenden sich nach rechts und wandern ebenen Fußes auf einem breiten Weg eine kurze Weile am Waldrand entlang. Erneut taucht die Route in den Wald ein und läuft zum Hornberg hinüber. Auch diese, mit einem Unterstand versehene 380 Meter hohe Aussichtskanzel verfügt über phänomenale Ausblicke ins Ahrtal. Uns zu Füßen ist diesmal der Start- und Zielort Altenburg zu sehen und jenseits der Ahr zeigt sich der Ditschhardt-Berg, den wir noch besteigen werden. Vom Hornberg geht es pfadig steil bergab nach Kreuzberg. Im Weinort wandern wir unterhalb der Burg Kreuzberg am Ahrufer entlang in die Vischeltalstraße hinein. Rechts abzweigend von der Dorfstraße verlassen wir Kreuzberg. Anfangs auf einem naturbelassenen Forstweg und wenig später mit einem schmalen Pfad steigen die Wanderer in die Flanke des Ditschhardt-Berges hinein.


Vom Ditschhardt sind der Weinort Altenahr und Burg Are aus der Vogelperspektive zu bewundern

Auch im nun folgenden Teilabschnitt zeigt sich die Routenführung ausgesprochen pfadig. In den aufgegebenen Weinberglagen geht es an alten Trockenmauern vorbei, in denen sich wärmeliebende Eidechsen tummeln. Windungsreich steigen wir über Weinbergtreppen zur Statue des „Barmherzigen Jesus“ hinauf. Dabei fällt immer wieder der Blick ins Ahrtal und auf Altenburg. Über windungsreiche, nicht immer leicht zu begehende Serpentinenpfade gelangen die Wanderer schließlich zur ehemaligen Bergstation der Altenahrer Seilbahn auf dem 351 Meter hohen Ditschhardt. Hier befand sich bis zum Jahre 2009 das Bergrestaurant Bellevue. Nach Schließung der Restauration wurde 2011 leider auch der Seilbahnbetrieb eingestellt. Heute präsentiert sich das Gelände in einem verwahrlosten Zustand. Trotz allem sind die herrlichen Ausblicke vom Ditschhardt auf Altenahr und auf die Burg Are alle Mühen wert, auch den 4. „Gipfel“ dieser tollen Tour in der Altenahrer Schweiz zu besteigen.


Am Felsennest des Altenahrer Teufelslochs

Das Teufelsloch ermöglicht traumhafte Ausblicke ins Langfigtal und auf Altenahr

Vom Ditschhardt steigen wir bergab nach Altenahr. In dem von Touristen stark frequentierten Winzerort überschreiten wir die Ahr über die nach der Ahrflut errichtete Behelfsbrücke und steigen über einen Felsengrat zum Aussichtspunkt Schwarzes Kreuz hinauf. Von der dort anzutreffenden Ruhebank fällt ein toller Blick auf Altenahr und hinüber zur Burg Are. Über den teilweise recht ausgesetzten Felsensteig weiter bergan kletternd geht es hinauf zum fünften Gipfel der Tour, dem Altenahrer Teufelsloch. Über einen ausgewiesenen Abstecher steigen wir links abzweigend von der Route über Treppenstufen zum aussichtsreichen Felsennest hinauf. Ein atemberaubender Blick auf Altenahr, auf die Burg Are, ins Langfigtal und auf die jenseits des Flusses aufragende Engelsley mit Nord- und Südgipfel beeindrucken die Wanderer über alle Maßen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz an der Seniorenresidenz von Altenburg, zu dem in den Fels gehauene Steige hinab führen. Hier endet eine traumhafte Rundwanderung durch die Altenahrer Schweiz.  


Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die knapp sechzehn Kilometer lange 5-Gipfel-Tour in der Altenahrer Schweiz ist eine Wanderung der Superlative, die auch im wilden Ahrgebirge der Mittelahr ihresgleichen sucht und von Profirouten im oberen Premiumsegment einzuordnen ist. Die grandiosen Ausblicke von fünf, teilweise alpin anmutenden Felsennestern und der in großen Teilen pfadige Routenverlauf der Tour begeistern jeden Wanderer. Die Route ist leider in der beschriebenen Form nicht ausgeschildert. Teilabschnitte sind nicht immer leicht begehbar und können stellenweise auch zugewachsen sein. Deshalb übernimmt Profirouten keine Gewähr für die durchgängige Begehbarkeit der nur vom Autor so bezeichneten 5-Gipfel-Tour. Aus den vorstehenden Gründen werden in der Kategorie Schwierigkeit die Höchstzahl von fünf Balken für erforderlich gehalten. Die Formate Landschaft und Erlebnis werden von Profirouten ebenfalls mit der höchsten Bewertung von fünf Sternen markiert. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind entlang der Wegstrecke in ausreichender Zahl vorhanden.

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