Wegezeichen:
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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 513 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 513 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Eifel, Ahrtal
Art: Rundwanderung
Kilometer: 17
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Aus dem mittleren Ahrtal hinauf zum Dach des Ahrgebirges

Die knapp 17 Kilometer lange AhrSchleife Steinerberg schwingt sich aus dem mittleren Ahrtal bei Ahrbrück zum Dach des Ahrgebirges, dem 531 Meter hohen Steinerberg hinauf. Sie ist in das Konzept der im Jahre 2026 eingerichteten vier Rundwanderwege eingebunden, die den 100 Kilometer langen AhrSteig begleiten. Das Routenprofil der AhrSchleife Steinerberg umfasst in erster Linie breite, naturbelassene Forstwege, die in länger anhaltenden Passagen auch durch erdige Waldpfade ergänzt werden. Mehrere schöne Ausblicke ins Kesselinger Tal, ins windungsreiche Ahrtal und in die Hocheifel begeistern jeden Wanderer. Es geht am Kesselinger Bach entlang und über die felsige Gratschneide des Mühlenbergs hinweg. Für kulturhistorische Aspekte sorgt die Pützfelder Gedenkstätte zur Hexenverfolgung, die von der AhrSchleife angelaufen wird.


Hervorragend  renoviertes ehemals eifeltypisches bäuerliches Gehöft in Pützfeld

In Pützfeld bewundern wir die eifeltypische Fachwerkarchitektur von ehemaligen bäuerlichen Gehöften

Wir beginnen die AhrSchleifen-Tour an dem dafür vorgesehenen Startpunkt auf dem Bahnhofsvorplatz von Ahrbrück. Hier steht kostenloser Parkraum zur Verfügung. Mit dem 700 Meter langen rechtsseitigen Gehweg entlang der B257 wandern wir ahrabwärts nach Pützfeld. Nach Querung des Parkplatzes „An den Märkten“ betreten wir den schmucken Eifelort und bewundern die liebevoll restaurierte eifeltypische Fachwerkarchitektur der ehemaligen bäuerlichen Gehöfte und dem historischen Backhaus. Mit der Steinerbergstraße verlassen die Wanderer die Bebauung von Pützfeld. Entlang von Streuobstwiesen geht es mit einem asphaltierten Wirtschaftsweg, der in einen naturbelassenen Forstweg einmündet, in die bewaldete Flanke des Auschsbachberges hinein. Am Aussichtspunkt Ahrbogen, der einen ersten Fernblick ins Ahrtal ermöglicht, vollzieht die AhrSchleife einen scharfen Rechtsknick, und führt sanft ansteigend mit dem Ville-Eifel-Weg des Eifelvereins in Richtung Steinerberg.


Im bewirtschafteten Steinerberghaus auf einer Seehöhe von 531 Metern wird Wanderrast gehalten

Im nun folgenden Teilabschnitt bergan zum Steinerberg säumen mehrmals bizarre Felsformationen den Weg. An einer Wegespinne geht der bisherige breite Forstweg in einen schmalen Pfad über. Der wurzelige Steig führt zum Plateau des Steinerberges hinauf. Mit seinen 531 Höhenmetern ist der Steinerberg die höchste Erhebung des Ahrgebirges. Das mit Magergras bewachsene weitflächige Gipfelplateau belohnt den lang anhaltenden Aufstieg mit einem traumhaften Eifelpanorama. So ist am Horizont die markante, lang gezogene Silhouette des 624 Meter hohen Aremberges zu sehen. Gleich unterhalb des Gipfels treffen die Wanderer auf das bewirtschaftete Steinerberghaus, das im Jahr 1911 vom Eifelverein Bonn auf dem Dach des Ahrgebirges errichtet wurde. Im hüttenmäßig eingerichteten Gasthof wird ausgiebige Wanderrast gehalten. Von der Terrasse des Steinerberghauses fallen dabei erregende Blicke ins Kesselinger Tal und weit in die benachbarte Hocheifel.


Blick von der AhrSchleife auf die Pfarrkirche von Kesseling

Von der Pfarrkirche St. Petrus und Maternus fällt ein schöner Blick auf die Ortschaft Kesseling

Vom Steinerberghaus folgen die Wanderer der AhrSchleifen-Beschilderung anfangs pfadig, wenig später auf breiten Forstwegen bergab nach Kesseling. Es geht durch Mischwald, über verbuschte Freiflächen hinweg und durch eifelprägende Wacholderbestände des Fauna- und Florahabitats Ahrtal. Nach mehreren scharfen Richtungswechseln passieren die Wanderer die Hubertuskapelle am Ortsrand von Kesseling. Anlässlich der Gründung einer Eigenjagd ließen Helmut und Rita Hofsümmer im Jahre 1997 das kleine Kirchlein erbauen. Über die Steinerbergstraße betreten wir die Ortschaft Kesseling. Im Ortskern wird der Staffeler- und der Weidenbach überschritten um dann zur ortsbildprägenden Pfarrkirche St. Petrus und Maternus hinauf zu steigen. Das sehenswerte Innere des im romanischen Baustil errichteten sakralen Bauwerks bleibt den Wanderern leider verborgen, da die Kirchentür verschlossen ist. Vom Vorplatz der Pfarrkirche fällt ein schöner Blick auf die Ortschaft Kesseling und jenseits des Tales auf den Steinerberg, den wir hinter uns gelassen haben.


Auf schmalen, idyllischen Waldpfaden führt die AhrSchleife durch das Kesselinger Bachtal

Wir verlassen die Ortschaft Kesseling und wandern in das Kesselinger Tal hinein, das vom Kesselinger Bach durchflossen wird. Der Kesselinger Bach ist ein 14 Kilometer langes rechtsseitiges Nebengewässer der Ahr, das bei Schelborn entspringt und bei Ahrbrück einmündet. Bis zur Mündung in die Ahr wechselt der Bach mehrmals seinen Namen. So wird er im Oberlauf als Auelbach, Blasweiler Bach und Staffeler Bach bezeichnet. Im weiteren pfadigen Verlauf fallen mehrere kleine Rinnsale aus den steilen linksseitigen Hanglagen in den Kesselinger Bach hinein und verursachen teilweise bemerkenswerte canonartige Einschnitte. Nach etwa zwei Kilometern gelangen die Wanderer in die Ortschaft Ahrbrück. Hier überschreiten wir den Dennbach, der wenige Meter weiter ebenfalls in den Kesselinger Bach einmündet und queren die L85 inmitten der Ortslage.


Von der Gratschneide des Mühlenbergs fällt der Blick ins Ahrtal

Auf der mittelalterlichen Richtstätte „Auf Wolfsgraben“ hat man einen Gedenkstein errichtet

Nach dem Überschreiten der Asphaltpiste geht es erst auf Asphalt, kurz darauf links abzweigend mit einem schmalen Pfad in die Flanke der Ahrberge hinein. Mitten im Hang treffen wir auf den von rechts einmündenden Anglerpfad, dem wir jetzt mit einem scharfen Linksknick hinauf zur Silvesterhütte und zur Richtstätte "Auf Wolfsgraben" folgen. Auf diesem Bergsattel befand sich im Mittelalter die Hochgerichtsstätte des kurkölnischen Amtes Altenahr. "Auf Wolfsgraben" wurden damals ausschließlich Todesurteile vollstreckt. Einer Info-Tafel ist zu entnehmen, dass am 02. August 1649 "Els Simons, Thönnis Frauwe zu Pützfeld" am Galgen ihr Leben lassen musste und anschließend als Hexe verbrannt wurde. Zum Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert hat man hier einen Gedenkstein errichtet. Auf erregenden Waldpfaden geht es sodann über die Gratschneide des Mühlenberges hinweg. Dabei fallen grandiose Blicke ins Ahrtal und auf die Ortschaft Hönningen. Vorbei an der Ahrbrücker Katharinenkapelle gelangen wir talwärts wandernd mit einem weiteren pfadigen Abschnitt zum Ausgangspunkt zurück.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die knapp siebzehn Kilometer messende AhrSchleife Steinerberg bei Ahrbrück führt meist auf breiten, naturbelassenen Forstwegen aus dem mittleren Ahrtal zum aussichtsreichen Steinerberg hinauf. Die ahreifeltypische Wanderung lässt allerdings, außer den sicherlich grandiosen Ausblicken vom Steinerberg, herausragende Höhepunkte vermissen. Allein die pfadige Gratüberschreitung des Mühlenberges, einhergehend mit dem Vorbeimarsch an bizarren Felsgebilden, rechtfertigt nicht die Einordnung im Premiumsegment von Profirouten. Satte drei von fünf möglichen Bewertungssternen scheinen daher durchaus angemessen zu sein, um die schöne AhrSchleife bewertungsmäßig einzuordnen. Die Beschilderung ist gemäß den Vorgaben des Deutschen Wanderinstitutes angebracht. Entlang der Wegstrecke sind eine ausreichende Zahl von Rast- und Ruheplätzen anzutreffen.

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