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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Anfahrt planen:
Region: Eifel, Rheintal
Art: Streckenwanderung
Kilometer: 36
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Beitragsseiten

  • 001-Start in den Netteauen bei Weissenthurm
  • 002-In den Netteauen bei Weissenthurm
  • 003-Die Nette bei Weissenthurm
  • 004-Auf dem Nette-Natur-Weg am Nettewehr
  • 005-In den Netteauen bei Weissenthurm
  • 006-An der Nette bei Miesenheim
  • 007-Die Nette am Gut Nettehammer
  • 008-Im Gut Nettehammer
  • 009-Die Wandergruppe im Gut Nettehammer
  • 010-Dicke Eiche am Gut Nettehammer
  • 011-Nettedurchbruch im Rauscherpark
  • 012-Die wilde Nette im Rauscherpark
  • 013-Idyllischer Entenweiher im Rauscherpark bei Plaidt
  • 014-Auf dem Nette-Natur-Weg im Rauscherpark
  • 015-An der Burg Wernerseck
  • 016-Burg Wernerseck hoch ueber dem Nettetal
  • 017-Verborgener Marienbildstock an der Burg Wernerseck
  • 018-Unterwegs im Naturschutzgebiet Nettetal
  • 019-Die Hofkapelle der Floecksmuehle
  • 020-Kaisermantelfalter im Naturschutzgebiet Nettetal
  • 021-Meterhohe Stauden im Naturschutzgebiet Nettetal
  • 022-Schieferformationen bei Ruitsch-Kerben
  • 023-Blick vom Nette-Natur-Weg ueber das Maifeld
  • 024-Unterwegs im Naturschutzgebiet Nettetal
  • 025-Der Nette-Natur-Weg in der Trimbser Schweiz
  • 026-Felsige Pfade auf dem Weg nach Mayen
  • 027-An der Schiefergrube Ratscheck bei Mayen
  • 028-Rekonstruktion der roemischen Bastion auf dem Katzenberg
  • 029-Wehrmauer der roemischen Bastion auf dem Katzenberg
  • 030-Der Zielort Mayen vom Katzenberg

Burg Wernerseck ist ein schauriges Ruinengemäuer das Werner von Falkenstein im Jahre 1402 erbauen ließ

Weithin sichtbar thront Burg Wernerseck auf einem Bergkegel hoch über dem Nettetal. Werner von Falkenstein, Erzbischof von Trier ließ sie im Jahre 1402 erbauen. Heute zeigt sich die Burganlage eher als schauriges Ruinengemäuer. Lediglich der 25 Meter hohe Bergfried und einstige Wohnturm der Burg, der leider nicht bestiegen werden kann, befindet sich in einem halbwegs ansehnlichen Zustand. Die restliche Anlage verfällt zusehends. So halten wir uns hier nicht lange auf und steigen wieder ins Nettetal hinab. Hinter der Heseler-Mühle treffen die Weitwanderer wieder auf den Nette-Natur-Weg, dem sie nun bis nach Ochtendung folgen. Auch im jetzt folgenden Teilabschnitt des Nette-Natur-Weges zwischen Ochtendung und Mayen gestaltet sich die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Nettetal sehr idyllisch. Überaus seltene Pflanzen- und Tierarten haben hier ihre erhaltenswerten Lebensräume gefunden. Sogar der Uhu wurde erfolgreich ausgewildert und fühlt sich mittlerweile im Nettetal wieder heimisch.

An der Wehrmauer der römischen Wachstation auf dem Katzenberg

Vom Nette-Natur-Weg fällt der Blick auf das 31 Meter hohe und 115 Meter lange Nettetalviadukt

Das Landschaftsbild wechselt jetzt ständig. Mal schlagen wir uns durch meterhohe Stauden in der Uferzone, dann wieder geht es vom Fluss weg steil bergauf und an bizarren Felsformationen vorbei. Zudem werden mehrere alte Mühlen passiert. So kommt keine Langeweile auf. Schließlich wird in Trimbs eine große Wanderpause eingelegt. Nach der Rast geht es erneut an der munter plätschernden Nette entlang. Wir wandern hier auch auf dem Traumpfad Nette-Schieferpfad, der uns alsbald steil bergauf zu einem Aussichtspunkt führt. Von hier aus kann das Nettetalviadukt bewundert werden. Das gewaltige Bauwerk gehörte zur ehemaligen Bahnstrecke Mayen – Polch und wurde 1904 errichtet. Das 31 Meter hohe Viadukt überspannt auf einer Länge von 115 Metern das Nettetal. Kurz darauf gelangt die Wandergruppe zum Eisenbahntunnel Hausen II. Hier verlassen wir die Traumpfadroute wieder, die durch den Tunnel zurück nach Trimbs läuft und folgen dem Nette-Natur-Weg entlang der Nette in Richtung Westen.

Die Rekonstruktion einer römischen Wachstation wird auf dem Katzenberg bei Mayen angelaufen

Kurz vor Mayen wird an der riesigen Abraumhalde der Firma Ratscheck Schieferbau vorbei marschiert. Der kleine Förderturm zeigt an, dass bis vor wenigen Jahren noch unter Tage der begehrte Moselschiefer abgebaut wurde. Durch verbuschtes Abraumgelände läuft die Route zum Katzenberg hinauf. Hier treffen wir auf eine rekonstruierte spätrömische Wachstation, die sich um 300 n.Chr. an dieser Stelle  befunden hat. Der Nette-Natur-Weg verläuft an der rekonstruierten Wehrmauer entlang bis zur Bergspitze hinauf. Eine Holzkonstruktion wurde über den freigelegten Fundamenten der römischen Bastion errichtet, die einen traumhaften Blick auf Mayen und weit in die Eifel erlaubt. Zu römischer Zeit wurden von diesem Punkt Signale und Nachrichten mit drei anderen Höhenbefestigungen im Nettetal ausgetauscht. Nur noch ein Kilometer trennt uns jetzt vom Zieleinlauf in Mayen, wo diese herrliche Weitwanderung über den Nette-Natur-Weg in einem gemütlichen Speiselokal ihren wohlverdienten Abschluss findet.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Traumhaft, abwechslungsreich und überaus idyllisch sind ohne Zweifel die zutreffenden Attribute, die dem Nette-Natur-Weg (vormals Teilstück des ehemaligen Rhein-Kyll-Weges des Eifelvereins) zuzuordnen sind. Auf naturnahen Uferpfaden und felsigen Steigen weicht die Route der Nette kaum von der Seite. So wird es dem Wanderer ständig ermöglicht, die Natur am Wasser in vollen Zügen zu genießen. Auenwälder, Feuchtwiesen und Uferbrachen werden durchwandert. Aber das ist bei Weitem nicht alles. Mit dem Hammerwerk Nettemühle, der Burgruine Wernerseck und der Rekonstruktion einer römischen Wachstation setzt der Nette-Natur-Weg auch bemerkenswerte historische Akzente. Wer diese herrliche 36 Kilometer lange Streckenwanderung an einem Tag unternimmt, sollte konditionell gut beieinander sein. Natürlich ist es möglich, den Nette-Natur-Weg in zwei Etappen zu erwandern. Die erste Etappe sollte dann in Ochtendung enden. An der Beschilderung der Route gibt es nichts auszusetzen. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind in ausreichender Zahl vorhanden.

Tipp des Autors:

Wer im Sommer über den Nette-Natur-Weg wandert, der sollte sich gegen die Schnakenplage wappnen. Das Mitführen von Insektenschutzmitteln und das Tragen geschlossener Wanderbekleidung ist empfehlenswert. Kurze Hosen und ärmellose Wanderhemden/-blusen sind eher nicht geeignet!!

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