Der Hunsrück-Dom ist ein imposantes Kirchenbauwerk mit einem zweitürmigen romanischen Westwerk
Mit der Routenführung des Hunsrück-Dom-Rundweges queren wir den Simmerbach ein zweites Mal und steigen dann innerhalb von Ravengiersburg mit einem Treppenaufgang zum Hunsrück-Dom hinauf. Hoch über dem Simmerbach treffen wir auf ein mächtiges Kirchenbauwerk, das im 10. Jahrhundert als Burg erbaut wurde. Den beiden 42 Meter hohen Türme des im romanischen Baustil errichteten Westwerks verdankt die Kirche wohl die Bezeichnung als "Hunsrück-Dom". Sehenswert ist auch das barocke Innere der ehemaligen Klosterkirche, die im Mittelalter zu einem Augustiner-Chorherrenstift gehörte. Im Anschluss an die Besichtigung folgen wir der Beschilderung durch den Ort Ravengiersburg, überschreiten erneut den Simmerbach und steigen in den Hang hinein. Nach einem scharfen Rechtsknick führen erdige Waldpfade eine ganze Weile über die Anhöhe hinweg. Ein weiterer Aussichtspunkt wird angelaufen, der einen grandiosen Blick auf Ravengiersburg und den Hunsrück-Dom möglich macht. Schließlich treffen wir wieder auf die Routenführung der Traumschleife, der wir nunmehr nach links schwenkend folgen.
Vom weitläufigen Hunsrückplateau genießen wir herrliche Weitblicke bis in den Naturpark Soonwald
Auch im weiteren Verlauf zeigt die Traumschleife pfadigen Charakter. Wir wandern im Oberbrunnenwald durch Niedergehölz und Jungbirkenbestände. Im nun folgenden letzten Drittel der Tour tritt die Route in die freie Feldflur hinaus. Es geht am Waldrand vorbei, wobei zur Rechten der Hunsrückort Oppertshausen zu sehen ist. Eine kleine Waldparzelle wird durchschritten. Aus dem Forst heraus tretend treffen die Wanderer auf eine Riesenschaukel, die zu einer letzten Wanderrast einlädt. Im nun folgenden Tourabschnitt beeindrucken die herrlichen Weitblicke über das weitläufige Hunsrückplateau. Weit in der Ferne ist der bewaldete Höhenzug des Naturparks Soonwald zu sehen. Wir wandern am Dorfrand von Schönborn vorbei und passieren die K58. Nach einem weiten Linksbogen über landwirtschaftliche Nutzflächen fällt die Traumschleife in einen idyllischen Talgrund, aus dem ein steiler Pfad wieder zur Anhöhe im Batzenbusch hinauf führt. Von dort aus geht es hinab ins Simmerbachtal und am Gewässer entlang zurück nach Ohlweiler. Hier endet die schöne Traumschleifenrunde.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die knapp elf Kilometer messende Traumschleife Domblick glänzt mit der Durchwanderung des idyllischen Simmerbachtales. Dabei bleibt die Route jedoch nicht auf den breiten Talwegen, sondern steigt mehrmals sehr amüsant und jedes Mal pfadig in den bewaldeten Hang. Vom Eselsberg und Mühlenberg fallen dann erregende Tiefblicke ins Tal des Simmerbaches. Man sollte es nicht beim Namensgeber, dem Aussichtspunkt Domblick belassen, sondern die Traumschleifenroute um den pfadigen Hunsrück-Dom-Rundweg erweitern. So kann man das imposante Kirchenbauwerk aus nächster Nähe und von innen in Augenschein nehmen. Die Runde verlängert sich damit auf insgesamt 14 Wanderkilometer. Ausgesprochen positiv zu bewerten sind auch die schönen Weitblicke hinüber zum Soonwald im letzten Tourabschnitt. Leider verfehlt die reine Traumschleifenroute das Premiumsegment von Profirouten recht knapp. Drei von fünf möglichen Sterne in den Kategorien Erlebnis und Landschaft erscheinen angemessen. Die Beschilderung der Route ist vollkommen in Ordnung. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.
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