Vom idyllisch gelegenen Brückweiher zur Glanquelle in Höchen
Wichtiger Hinweis:
Entgegen der Empfehlung des Betreibers haben wir die 8. Etappe bereits an der Glanquelle in Höchen beendet. Den Aufstieg zum Höcherberg, der als das eigentliche Etappenziel vorgesehen ist, haben wir der nachfolgend beschriebenen neunten und letzten Etappe des Weitwanderweges zugeordnet.
Die nur knapp neun Kilometer messende 8. Etappe des Bliesteigs von Jägersburg nach Höchen führt den Wanderer durch die Abgeschiedenheit zweier wildromantischer Bachtäler. Während im 1. Teilabschnitt durch das Felsbachtal gewandert wird, geht es im letzten Drittel der Streckenwanderung am Oberlauf des Glans entlang. Das abwechslungsreiche Routenprofil umfasst in großem Umfang schmale Wald- und Uferpfade. Naturbelassene Forstwege werden ebenfalls begangen. Neben dem idyllischen Brückweiher gleich zu Beginn der Tour, sowie der beeindruckenden Abgeschiedenheit und der wilden Natur entlang der beiden Bäche, verfügt die 8. Etappe allerdings über keine weiteren erwähnenswerten Highlights.
Der elf Hektar große Brückweiher ist ein idyllisches Gewässer und wurde von Menschenhand aufgestaut
Wir starten in die 8. Bliessteigetappe auf dem dafür vorgesehenen Wanderparkplatz zwischen Möhlwoog- und Brückweiher. Mit dem Walter-Boßlet-Weg wird das südwestliche Ende des Brückweihers umschritten. Das sieben Hektar große Gewässer gehört zur Jägersburger Weiherlandschaft und wurde von Menschenhand aufgestaut. Er wird vom Erbach durchflossen, der auch den Möhlwoogweiher speist. Rund um den Brückweiher gibt es eine Reihe von Freizeiteinrichtungen. Grillplätze, Liegewiesen und ein Kletterpark gehören zum Angebot. Man kann den See mit Ruder- und Tretbooten befahren. An der Einmündung des Felsbaches verlässt der Bliessteig nach links schwenkend den Brückweiher und biegt in das wildromantische Tälchen des Felsbaches ein.
Im Naturschutzgebiet Felsbachtal wird durch eine Auen- und Moorlandschaft gewandert
Wurzelige Steige laufen jetzt entgegen der Fließrichtung am Felsbach entlang. Wir tauchen in das wildromantische, elf Hektar große Naturschutzgebiet ein und erfreuen uns an der vielfältigen Natur und der beeindruckenden Abgeschiedenheit. Die wurzeligen Steige des Routenprofils führen sanft bergan durch eine Auen- und Moorlandschaft. Während rechts der Route großflächige Mischwälder aufragen, zeigen sich zur linken Seite hin weitläufige, mit Seggenried und Pfeifengras bedeckte Feuchtbiotope. Den das Tal durchfließenden Felsbach bekommen wir allerdings überhaupt nicht zu sehen. Schließlich trifft der Bliessteig auf einen Querweg, dem wir, das Felsbachtal verlassend, rechts abzweigend folgen. Auch in diesem Teilabschnitt werden erdige Waldpfade beschritten. Vom Borkenkäfer befallene, bereits abgestorbene Fichtengehölze und mannshohe Farnstauden werden dabei durchschritten.
Im letzten Teilabschnitt der 8. Etappe führt der Bliessteig durch das wildromantische Tal des Glan
Im weiteren Verlauf führt uns der Fernwanderweg über eine ausgedehnte Freifläche hinweg. Wieder im Wald werden der Erbach und die Asphaltpiste der L117 überschritten. Mit einem breiten, fein geschotterten Weg läuft die Route nach einem scharfen Linksknick ins Glantal. Bachaufwärts geht es auf breiten Uferwegen am Gewässer entlang. Eine Ruhebank am Wegrand nutzen wir zur Wanderrast und steigen nur wenige Meter zum Glan hinab. Der neunzig Kilometer lange, rechtsseitig einmündende Nebenfluss der Nahe entspringt unterhalb des Höcherberges in der Ortsgemeinde Höchen. Leider führt der Glan in seinem Oberlauf aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit der letzten Monate nur wenig Wasser. Nach der Wanderrast verjüngt sich der breite Uferweg zu einem schmalen Pfad, der unmittelbar am Glan entlang führt. Auch im letzten Teilabschnitt beeindruckt die wilde Natur der Flusslandschaft über alle Maßen. Es geht an zwei Biotopgewässern und am Freiberger Brunnen vorbei. Dann gelangen die Wanderer nach Höchen. In der Brunnenstraße beenden wir die Streckenwanderung über die 8. Etappe des Bliessteigs an der Glanquelle.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Nicht sonderlich spektakulär, aber ausgesprochen idyllisch führt die 8. Etappe des Bliessteigs von Jägersburg durch die abgeschiedenen Tallagen von Felsbach und Glan zum Etappenziel nach Höchen. Das kurzweilige Routenprofil und die Wildheit der zu durchwandernden Landschaft sorgen für eine satte Bewertung im 3-Sterne-Bereich von Profirouten in den Kategorien Landschaft und Erlebnis. Die Beschilderung ist gut sichtbar und nahezu unverlaufbar angebracht. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.















