Wegezeichen:
GPX:

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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 403 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 403 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Westerwald
Art: Rundwanderung
Kilometer: 17
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Entlang der Kleinen Nister durch den Hachenburger Westerwald

Die knapp siebzehn Kilometer lange Wäller Tour Bachgeflüster startet am Kloster Marienstatt und führt ausgesprochen kurzweilig entlang der Kleinen Nister durch den Hachenburger Westerwald. Die zahlreichen, am Wegrand liegenden Sehenswürdigkeiten werden nicht ausgespart. So führt die Wäller Tour an der Atzelgifter Waldkapelle und am Atzelgifter Ehrenhain vorbei. Das Mundloch einer Eisenerzgrube wird passiert und das ständig begehbare Schieferbergwerk Assberg bereichert die Route ungemein. Der Aussichtspunkt Hohe Ley mit traumhaften Tiefblicken ins Nistertal setzt ebenfalls herausragende Akzente. Bei der Aufzählung der Höhepunkte darf natürlich die Abtei Marienstatt nicht fehlen. Die Klosterkirche mit ihrer imposanten Pfeilerkonstruktion, den schön gestalteten Klostergarten und die historische Nisterbrücke gilt es vor oder nach der Tour in Augenschein zu nehmen. Die Streckenführung der Wäller-Tour beinhaltet in hohem Maße schmale, erdige Wald- und Uferpfade. Lediglich in den Ortslagen wird asphaltiertes Geläuf beschritten.


Auf dem Klostergelände der Abtei Marienstatt beginnt die Wäller Tour

Die frühgotische Wallfahrtskirche von Marienstatt beherbergt die größte Orgel des Westerwalds

Wir beginnen die Wäller-Tour Bachgeflüster auf dem Wanderparkplatz an der Abtei Marienstatt. Hier wird zumindest an Wochentagen kostenloser Parkraum in ausreichendem Maße angeboten. Vom Parkplatz kommend betreten wir die Zisterzienserabtei durch die torähnliche Klosterpforte und wandern zur frühgotischen Abteikirche hinüber. Der Bau der dreischiffigen Basilika wurde um 1246 begonnen und erst 200 Jahre später vollendet. Im schön gestalteten Innenraum des sakralen Bauwerks ist die größte Orgel des Westerwalds anzutreffen. Im Anschluss an die Besichtigung umrunden die Wanderer den Klostergarten und folgen den Wegezeichen der Wäller Tour auf einem breiten Uferweg in das Tal der Großen Nister. Dabei besteht mehrmals die Möglichkeit bis an das Flussufer heranzutreten. Wenig später verlässt die Routenführung rechts abzweigend vom breiten Uferweg das Nistertal. Sanft ansteigend führt ein schmaler Pfad durch den lichten Forst zur Anhöhe hinauf.


Die Wäller Tour führt uns zur Waldkapelle und zum Ehrenhain der Gemeinde Atzelgift

Aus dem Wald heraus tretend werden die Asphaltpisten von K21 und L288 überschritten. Dabei eröffnen sich erste schöne Weitsichten in diesen Teil Westerwaldes. So ist am Horizont auf einem Höhenzug die Stadt Hachenburg zu sehen. Nachdem wir die L288 ein zweites Mal gequert haben, zeigt sich von einem Kreuz am Wegrand die Ortschaft Streithausen, die wir unmittelbar darauf durchwandern. Ausgangs der Bebauung führt uns die Beschilderung in das Tal der Kleinen Nister. Der Bach wird überschritten und rechtsschwenkend am Gewässer entlang marschiert. Kurz darauf gelangen die Wanderer über einen naturbelassenen breiten Forstweg zur Atzelgifter Waldkapelle. Anlässlich der 600 Jahrfeier der Gemeinde Atzelgift wurde sie 1996 im traditionellen Fachwerkstil am Waldrand errichtet. Erneut tritt die Wäller Tour an das Ufer der Kleinen Nister heran. Dort treffen die Wanderer auf den Ehrenhain Atzelgift. Die Gedenkstätte erinnert an die Vermissten und Gefallenen der beiden Weltkriege. Rund um einen Brunnen sind vier Figurengruppen aus Muschelkalk anzutreffen, die Abschied, Gefangenschaft und Trauer thematisieren.


An der Atzelgifter Waldkapelle im Tal der Kleinen Nister

Die ehemalige Luckenbacher Eisenerzgrube „Edelstein“ ist für Besucher zugänglich

Vom Atzelgifter Ehrenhain ist es nicht weit bis zur Luckenbacher Gustav-Adolf-Kapelle. Die aus Basaltsteinen gefertigte Kapelle wurde am ehemaligen Standort der Luckenbacher Bannmühle im Jahre 1947 errichtet. Leider ist das schmucke Kirchlein verschlossen und daher für vorbeilaufende Wanderer nicht zugänglich. Die Wäller Tour wendet sich nunmehr in das Tal des Rossbaches hinein. Der Rossbach ist ein rechtsseitiges Nebengewässer der Kleinen Nister. Abseits des Gewässers führen breite Waldwege zum Luckenbacher Ehrenmal hinüber. Hier vollzieht die Route einen scharfen Rechtsschwenk und läuft am Mundloch der Eisenerzgrube „Edelstein“ vorbei. In dem für Besucher heute noch begehbaren Bergwerksstollen wurden in den zurückliegenden Jahrhunderten Eisenerze abgebaut. Im Jahre 1921 wurde der Bergbau aufgegeben und die Grube endgültig stillgelegt. Im weiteren Verlauf führt die Wäller Tour mit dem Rossbach an der Ortsrandbebauung von Luckenbach entlang.


Vom Aussichtspunkt Hohe Lay fällt ein erregender Blick ins Nistertal und auf die Ortschaft Astert

Ausgangs von Luckenbach läuft die Wäller Tour Bachgeflüster durch die heideähnlichen Bachauen der Kleinen Nister, um die Wanderer nach mehreren Richtungswechseln nach Atzelgift zu führen. Hier treffen wir wieder auf den Ehrenhain und queren die Kleine Nister mittels einer steinernen Furt. Über die serpentinenartig über Trittstufen aufsteigende Himmelsleiter geht es stramm bergan zum Weltjugendtagskreuz hinauf, das einen schönen Blick auf Atzelgift ermöglicht. Breite naturbelassene Waldwege führen die Wanderer sodann nach Limbach. Hier wird die Kleine Nister überschritten. Vorbei an der sehenswerten Steinbogenbrücke führt die Route zum Waldrand hinauf. Über den Jägersteg geht es erneut über die Nister hinweg, um dann wenig später auf einem schmalen, wurzeligen Steig direkt am Gewässer entlang zu laufen. Das ist mit Abstand der schönste Teilabschnitt der Wäller-Tour Bachgeflüster. Leider verlässt die Route alsbald das Nistertal und steigt ausgesprochen pfadig zum Aussichtspunkt Hohe Lay hinauf. Von dieser exponierten Felsenkanzel fällt der Blick ins Nistertal und auf die Ortschaft Astert.


Die Wäller Tour läuft durch das Tal der Kleinen Nister

Die Dachschiefergrube Assberg ist bis zu einer „Teufe“ von zwanzig Metern ganzjährig begehbar

Das nächste Highlight dieser kurzweiligen Runde lässt nicht lange auf sich warten. Waldpfade führen zum Dachschieferbergwerk Assberg hinüber. Die im Jahre 1548 erstmals urkundlich erwähnte Schiefergrube gehörte zum Kloster Marienstatt, wurde vollständig in Handarbeit ausgehauen und erinnert an die Form einer unterirdischen Kapelle. Das herausragende Relikt der traditionsreichen Bergbaugeschichte der Westerwaldregion ist ganzjährig begehbar. Über drei stählerne Leitern kann man bis zu einer „Teufe“ von zwanzig Metern „einfahren“. Von der Dachschiefergrube Assberg geht es über unzählige Treppenstufen windungsreich bergab ins Nistertal. Zum xten-Mal geht es über den Fluss hinweg, der südwestlich des Stegskopfes entspringt und nach 25 Bachkilometern bei Heimborn in die Große Nister einmündet. Vorbei am kaiserlichen Friedhof und über die historische Nisterbrücke gelangen wir zurück zum Kloster Marienstatt. Hier endet eine herrliche Rundwanderung über die Wäller Tour Bachgeflüster.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die am 30. Mai 2026 eröffnete Wäller Tour Bachgeflüster erfüllt sämtliche Kriterien eines Premium-Rundwanderweges. Überaus kurzweilig folgt die knapp siebzehn Kilometer lange Route dem Lauf der Kleinen Nister, die dabei unzählige Male überschritten wird. Wie der Bezeichnung „Bachgeflüster“ zu entnehmen ist, sind leise plätschernde Gewässer ständige Begleiter auf der Wäller Tour. Herausragende Highlights sind die Klosteranlage der Abtei Marienstatt, die Atzelgifter Waldkapelle. der sich anschließende Ehrenhain und die begehbare Dachschiefergrube Assberg. Einige wenige Aussichtpunkte, wie das exponierte Felsennest der Hohen Lay sorgen darüber hinaus für eine erlebnisreiche Wanderung durch den Hachenburger Westerwald und die Kroppacher Schweiz. Ein enorm hoher Pfadanteil trägt ebenfalls dazu bei, dass die Runde als „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde. Die Beschilderung ist durchgängig und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruhemöglichkeiten stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung.

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