In dem mit Niedergehölzen bewaldeten Steilhang ragen immer wieder bizarre Felsen auf
Nachdem wir die schroffen Felswände der Felsenarena hinter uns gelassen haben nutzen wir an der Einmündung des Fehlbaches in den Lützbach eine offensichtlich erst kürzlich errichtete überdachte Sitzecke zu einer kurzen Trinkpause. An dieser Stelle verlässt uns die Traumschleife Josefsblick die links abzweigend dem Fehlbach bachaufwärts folgt. Allein mit der Beschilderung des Lützbachweges folgen wir nunmehr dem Gewässer weiterhin entgegen der Fließrichtung. Im weiteren Verlauf zeigt sich die Streckenführung pfadig und ausgesprochen wild. Wer gedacht hat, dass mit dem Vorbeimarsch an der Felsenarena die Schieferformationen fortan zurückbleiben, der wird eines Besseren belehrt. In dem mit Niedergehölzen bewaldeten Steilhang ragen immer wieder bizarre Felsen auf, die oftmals bis in Ufernähe in das Tal des Lützbaches hinein fallen. In ständigem Auf und Ab geht es in einer beeindruckenden Abgeschiedenheit auf schmalen Uferpfaden am Lützbach entlang, der ebenfalls aufgrund der lang anhaltenden Dürre nur wenig Wasser führt.
Die wilde Landschaft des canonartigen Lützbachtals weist urwaldähnlichen Charakter auf
Die unberührte Natur weist in dem engen Tälchen nahezu urwaldähnlichen Charakter auf. Zunderpilze gedeihen an vermodernden Baumstümpfen, umgestürzte Gehölze liegen quer zum Bach und Moose, Flechten und Efeuranken bemächtigen sich den allerorts anzutreffenden Schieferfelsen. Im Oberlauf des Gewässers wird der Lützbach über Holzstege noch zweimal überschritten. Dann endet der pfadige Verlauf. Der Lützbachweg führt über breite Waldwege an einem kleinen Fischteich vorbei, der mit einem kurzen Abstecher rechts der Routenführung angelaufen werden kann. Im letzten Drittel geht es entlang einer Asphaltpiste noch einmal auf eine aussichtsreiche Freifläche hinaus. Nach der Durchwanderung der Ortschaft Dommershausen gelangen die Wanderer zum Ausgangspunkt dieser herrlichen Rundwanderung zurück, dem Wanderparkplatz an der L205.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die vierzehn Kilometer messende Lützbachtalrunde bei Dommershausen kann man zumindest im mittleren Teilabschnitt als eine Wanderroute der Superlative bezeichnen und problemlos im Premiumsegment von Profirouten einordnen. Neben den überaus beeindruckenden pfadigen Abschnitten im Lützbachtal wirft die Route neben ihrem urwaldähnlichen Charakter eine totale Abgeschiedenheit in die Waagschale, die auch auf dem Hunsrück ihresgleichen sucht. Wer in der canonartigen Schlucht zu Schaden kommt hat sicherlich ein Problem, da durchgängiger Handyempfang so gut wie ausgeschlossen ist. Aufgrund der teilweise unbeschilderten Routenführung sind Rast- und Ruhemöglichkeiten nur im Bereich der Traumschleife Josefsblick in ausreichender Zahl anzutreffen. Die Höchstzahl von fünf Sternen in den Kategorien Landschaft und Erlebnis wird trotz allem knapp verfehlt, da die Wanderung im letzten Drittel doch recht eintönig verläuft und auf einer kurzen Teilstrecke entlang einer wenig befahrene Asphaltpiste gewandert werden muss.
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