GPX:

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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 676 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 676 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Lahntal, Westerwald
Art: Rundwanderung
Kilometer: 17
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Ein alpines Klettererlebnis im Lahn- und Gelbachtal

Wichtiger Hinweis:

Der Routenverlauf der nachfolgend beschriebenen Gelbachhöhen-Tour wurde von Profirouten leicht abgeändert und um einen Abstecher ergänzt. Auf diese Weise wurden zwei alpin anmutende Kletterwege eingebaut, die in der Region ihresgleichen suchen. Die Route ist daher nicht durchgängig beschildert und/oder mit einem einheitlichen Wegezeichen versehen. Beim Nachwandern sollte man sich daher der kostenlos downloadbaren GPX-Datei von Profirouten bedienen. Aus den vorstehenden Gründen wird in der Kategorie Schwierigkeit die Höchstzahl von fünf Balken für erforderlich gehalten.

Beiderseits des Gelbachtales verläuft die siebzehn Kilometer lange Gelbachhöhen-Tour ausgesprochen kurzweilig durch die steil abfallenden bewaldeten Hanglagen des Gelbachtales. Das Routenprofil der Runde weist breite naturbelassene Wald- und Forstwege auf. In großen Teilabschnitten werden auch schmale erdige Pfade begangen. Ausgesetzte felsige Steige in den beiden, von Profirouten eingefügten Kletterwegen gehören ebenfalls zum Streckenverlauf. Von mehreren hochgelegenen Aussichtpunkten kann man grandiose Tiefblicke ins Lahn- und Gelbachtal genießen, um anschließend auf weichen Wiesenwegen durch den idyllischen Talgrund zu wandern. Die ehemalige Bergwerkstätigkeit lebt mit dem Teilabschnitt „Bergmannspfad“ wieder auf. Gleich zwei ehemalige Abraumhalden des Otto-Wolf-Stollens werden überschritten. Im letzten Drittel der Rundwanderung geht es durch die Ortschaft Weinähr mit ihrem bemerkenswerten historischen Rathaus.


Blick von der Alten Poststraße auf den Start- und Zielort Obernhof im Lahntal

Vom Aussichtspunkt "Alte Poststraße" sind das Kloster Arnstein und die historische Eisenbahnbrücke von Obernhof zu sehen

Wir beginnen die Wanderung über die Gelbachhöhen-Tour auf dem Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Obernhof. Hier steht, zumindest an Werktagen, ausreichender Parkraum zur Verfügung. Gleich zu Beginn wird die Lahn überschritten. Mit der Borngasse und danach über die Dorfstraße Neuer Weg verlassen wir, ständig bergauf wandernd, die Bebauung von Obernhof. Ein rechts abzweigender steil ansteigender Pfad führt die Wanderer zur Alten Poststraße hinauf. Hier treffen wir erstmalig auf die gelb-schwarze Beschilderung der Gelbachhöhen-Tour, der wir auf asphaltiertem Grund und ebenen Fußes nach rechts folgen. Traumhafte Tiefblicke ins Lahntal und auf den Start- und Zielort Obernhof begleiten uns auf dem Weg in Richtung Goethepunkt. Jenseits des Lahntales ist auf einem Höhenzug die viertürmige Basilika des Klosters Arnstein zu sehen. Bis zum Jahre 2018 residierten dort die Arnsteiner Patres. Seit dem 01.06.2019 bezogen zwölf griechisch-orthodoxe Schwestern die ehemalige Prämonstratenser-Abtei. Darüberhinaus zeigt sich tief unten im Lahntal die historische Eisenbahnbrücke der Lahntalbahn.


Der Abstecher über den Kletterweg hinauf zum Goethepunkt erweist sich als überaus lohnend

Links abzweigend von der Alten Poststraße führt ein schmaler Pfad sanft ansteigend in den Wald hinein. Achtung!! Hier besteht die Möglichkeit einen Abstecher zu unternehmen und über einen alpinen Kletterweg zur Aussichtsplattform Goethepunkt hinauf zu steigen. Wer diese überaus lohnende Kletterpassage nicht unternehmen möchte, geht einfach tiefer in den Forst hinein und lässt die rechts des Weges auftauchende Leiter ungenutzt zurück. Wir hingegen steigen mit der Leiter in eine bizarre Felsformation hinein, die mit Seilsicherungen, Trittstiften und Eisenklammern versehen ist. Überaus steil geht es nunmehr mit den Wegezeichen des Lahnwanderweges bergan. Immer wieder tauchen kurze Kletterstellen auf, die es zu durchsteigen gilt. Dabei führt die Route mehrmals direkt am exponierten felsigen Grat entlang, der grandiose Tiefblicke ins Gelbachtal möglich macht. Auch in diesem Teilabschnitt hat man Kletterhilfen und Sicherungsseile angebracht.


Am Einstieg in den Kletterweg hinauf zur Panoramaplattform Goethepunkt

Von der Panoramaplattform Goethepunkt fallen grandiose Blicke ins Lahn- und Gelbachtal

Schließlich gelangen die Wanderer zur Panoramaplattform Goethepunkt. Sie ist nach dem Dichterfürst Wolfgang Goethe benannt, der just an dieser Stelle im Jahre 1772 verweilt haben soll, um die traumhaften Ausblicke ins Lahntal, auf Obernhof, auf das Kloster Arnstein und ins Gelbachtal zu genießen. Auch wir tun dergleichen und nutzen den Goethepunkt für eine aussichtsreiche Wanderpause. Dann klettern wir mit der Aufstiegsroute überaus bedachtsam bergab und folgen, am Abzweig scharf rechts schwenkend, wieder der Routenführung der Gelbachhöhen-Tour. In halber Hanglage geht es ausgesprochen pfadig durch die steil abfallende Flanke des Höhenzuges zwischen Lahn und Gelbach. Die Abraumhalden der Otto-Gustav-Ley werden auf dem Bergmannspfad durchschritten. Rechts der Route tauchen immer wieder lotrecht aufragende, schroffe Schieferformationen auf, die für ständige Kurzweil sorgen. Ein kurzer Abzweig führt die Wanderer zum Felsenhorst der Otto-Gustav-Ley, der mit schönen Ausblicken ins waldreiche Gelbachtal aufwartet.


Blick ins Gelbachtal beim Abstecher zur Panoramaplattform Goethepunkt

Vom Aussichtspunkt „Kreuz“ ist die Ortschaft Weinähr im Gelbachtal aus der Vogelperspektive zu bewundern

Von der Otto-Gustav-Ley geht es noch eine Weile durch die steile Hanglage. Dabei wechseln sich pfadiges Geläuf und naturbelassene Waldwege mehrmals ab. Schließlich fällt die Route vom breiten Forstweg scharf links abzweigend ins Gelbachtal hinein. Im Talgrund tritt die Route direkt an das rauschende Gewässer heran und führt danach mit einem breiten Uferweg durch die Gelbachauen zur Bruchhauser Mühle hinüber. Außer an Dienstagen kann in der urigen Schenke jeweils von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr Einkehr gehalten werden. Im Anschluss an die eingelegte Wanderrast in der Bruchhäuser Mühle wird der Gelbach überschritten und etwa 300 Meter an der L325 entlang marschiert. Rechts abzweigend von der Asphaltpiste steigt die Route dann pfadig in den bewaldeten Hang. Nach einem scharfen Linsknick läuft die Gelbachhöhen-Tour auf breiten recht eintönigen Waldwegen nahezu höhengleich durch Buchen- und Eichenbestände, um schließlich nach Querung der K5 zum Weinährer Gipfelkreuz hinauf zu steigen. Von diesem herrlichen Aussichtspunkt, den man mit einer Schutzhütte versehen hat, fällt ein herrlicher Blick auf die Ortschaft Weinähr tief unten im Gelbachtal.


Abweichend von der eigentlichen Routenführung der Gelbachhöhen-Tour durchsteigen wir den Adelhahner Kletterweg

Die Schutzhütte neben dem Weinährer Gipfelkreuz nutzen wir zu einer kurzen Trinkpause und steigen dann auf Serpentinenpfaden talwärts nach Weinähr. Wir durchmessen das Wein- und Erdbeerdof und bewundern die imposante Fachwerkbauweise des historischen Rathauses in der Ortsmitte. In Weinähr wird der Gelbach ein weiteres Mal überquert. Das vierzig Kilometer lange Gewässer entspringt in der Nähe von Montabaur und mündet bei Obernhof in die Lahn. Mit der Routenführung des Lahnwanderweges führen aus dem Talgrund aufsteigende Waldpfade in die Flanke des Bernthahner Kopfes hinein, der auch als Himmelsberg bezeichnet wird. Abweichend von der im Internet verzeichneten Route der Gelbachhöhen-Tour folgen wir alsbald linksschwenkend der Beschilderung des Lahnwanderweges in den Adelhahner Kletterweg. Über hölzerne Trittstufen geht es sogleich stramm bergan. Auf dem Weg zum Gipfelbereich ist ein wenig Klettergeschick erforderlich, sind doch zwei Leiterpassagen im Aufstieg zu überwinden. Im Fels fest verankerte Drahtseile sorgen dort wo es nötig ist auch in diesem Kletterweg für die erforderliche Sicherheit.


Leiterpassage im Adelhahner Kletterweg auf dem Himmelsberg

Schloss Langenau an der Mündung des Gelbaches in die Lahn ist vom Kletterweg zu sehen

Bevor die aussichtsreiche Anhöhe erklommen ist, fällt von einer Ruhebank der Blick auf Schloss Langenau, dessen ruinöse Mauerreste gerade noch tief unten im Tal über den Baumwipfeln zu sehen sind. Die einstige Wasserburg an der Mündung des Gelbaches in die Lahn wurde 1243 erstmals urkundlich erwähnt und diente im Mittelalter als Ganerbenburg, die von mehreren Adelsgeschlechtern gleichzeitig bewohnt wurde. Weiter bergwärts strebend folgen wir den Wegezeichen des Lahnwanderweges und genießen von einem ausgesetzten Felsennest traumhafte Tiefblicke in die waldreichen Tallagen. Im Gipfelbereich des Himmelsberges verläuft die Route ausgesprochen pfadig zu einem weiteren hervorragenden Ausblick hinüber, von dem jenseits des Lahntales die Basilika des Klosters Arnstein zu sehen ist. Dann geht es windungsreich bergab. Der Start- und Zielort Obernhof zeigt sich aus der Vogelperstpektive, bevor es durch die vom Aufstieg schon bekannte Borngasse zurück zum Ausgangspunkt geht. Hier endet eine herrliche Rundwanderung beiderseits des Gelbachtales.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die von Profirouten um zwei Kletterwege erweiterte siebzehn Kilometer lange Gelbachhöhen-Tour ist eine Rundwanderung im Lahn- und Gelbachtal, die ohne Zweifel im Premiumsegment einzuordnen ist. Neben ihrem in großen Teilabschnitten pfadigen und überaus kurzweiligen Streckenverlauf, führt die Route den Wanderer zu einer ganzen Reihe von grandiosen Aussichtspunkten, die herrliche Tiefblicke ins Lahn- und Gelbachtal ermöglichen, wobei die Panoramaplattform Goethepunkt und der Ausblick vom Weinährer Kreuz besondere Erwähnung finden sollten. Zudem wird die ehemalige Bergbautradition mit der Otto-Gustav-Ley erlebbar gemacht. Konditionell sollte man allerdings gut gerüstet sein, wenn man die Gelbachhöhen-Tour in der vorstehend beschriebenen Weise unternimmt, sind doch mehrere stramme Anstiege zu bewältigen. Die beiden zu durchsteigenden Kletterwege erfordern trotz der angebrachten Sicherungsmaßnahmen ein gewisses Maß an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, sollten aber auf jeden Fall unternommen werden. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind in ausreichender Zahl vorhanden.

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