Der idyllisch gelegene Königssee ist ein aufgelassener Basaltbruch der sich durch Regeneintrag mit Wasser füllte
Im weiteren Verlauf gelangen die Wanderer östlich von Oberdürenbach zum Basaltkegel des Steinbergs, im Volksmund "Steimerich" genannt. Dabei handelt es sich um einen von drei tertiären Vulkanen im Brohltal. In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde hier Basalt abgebaut, der für Kopfsteinpflaster, Gleisschotter und Basaltsplitt Verwendung fand. Der gewonnene Naturstein wurde mittels einer Seilbahn zum Schotterwerk in Oberzissen verfrachtet. Im Laufe der Jahre schufen die Arbeiter einen 75 Meter tiefen Trichter, der sich nach Aufgabe des Steinbruchs mit Wasser füllte. So entstand der heutige Königssee, dessen Ufer nahezu senkrecht ins Wasser fallen. Hoch über dem Gewässer umrunden wir auf einem schmalen Pfad den kleinen See und erfreuen uns an erregenden Tiefblicken auf die winterliche Eisfläche.

Der Perlerbach ist ein linker Zulauf des Brohlbaches der bei Schelborn entspringt und bei Holzwiesen einmündet
Wir verlassen die Waldgemarkung des Steinbergs und streifen die Gemeinde Oberdürenbach am Dorfrand. Über schneeverwehte landwirtschaftliche Nutzflächen folgen wir der Routenführung der Eifelleiter wieder in den Wald. In der Nähe der Ortschaft Schelborn verlassen wir links abzweigend den Weitwanderweg, überqueren die Asphaltpiste der K52 und wandern in das Perlerbachtal hinein. Von nun an geht es bergab und ständig am stark mäandernden Perlerbach entlang. Zweimal wird dabei die Bachseite gewechselt und an mehreren Fischteichen vorbei marschiert. Der linke Zulauf des Brohlbaches entspringt in der Nähe von Schelborn und mündet bei Holzwiesen ein. Durch das Brohltal geht es fast schnurgerade und bretteben vorbei an einem Campingplatz nach Niederdürenbach, um dann ausgangs der Ortslage auf verschneiten Wirtschaftswegen durch die frostige Eifellandschaft zur Wanderhütte Brohltalblick hinauf zu steigen. Hier endet eine wunderschöne Winterwanderung im oberen Brohltal.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Sicherlich ist der frostige Januar nicht die beste Jahreszeit um die Perlerbachrunde an der Eifelleiter zu unternehmen. Aber auch in der kalten Jahreszeit zeigt die Route durchaus ihren Charme. Vor allen Dingen ist es ein schönes Wandererlebnis durch das windungsreiche und schneebedeckte Perlerbachtal zu wandern. Das zugefrorene Rodder Maar und der eisbedeckte Königssee sind selbstverständlich die herausragenden Highlights der knapp fünfzehn Kilometer langen Strecke. Ausgesprochen positiv fallen die hervorragenden Weitsichten über die hügelige Osteifel, ins Brohltal und hinauf zur Burg Olbrück ins Gewicht. So wird die so begehrte Premiumqualität nur knapp verfehlt. In den Kategorien Landschaft und Erlebnis vergibt Profirouten starke drei von fünf möglichen Sternen. Rast- und Ruheplätze sind entlang der Strecke in ausreichendem Maße vorhanden.
Tipp des Autors:
Um die Weihnachtszeit haben rührige Anwohner am Rodder Maar alljährlich einen Wichtelweg eingerichtet, der von Groß und Klein bei einer Wanderung oder einem Spaziergang besucht und bewundert werden kann.
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