Von zwei ausgesetzten Felsennestern fällt der Blick ins canonartige Hitzelbachtal
Der Pfad quert den merklich steiler werdenden Berghang und führt uns kurz darauf zu einem ersten Aussichtspunkt. Von einem schroffen, exponiert aufragenden Schieferfelsen fällt der Blick ins canonartige Hitzelbachtal und auf die Hunsrückhöhen die jenseits der Schlucht aufragen. Windungsreich geht es weiter bergan und zum nächsten aussichtsreichen Felsennest hinauf. Die scharfkantigen Schieferfelsen können hier ein kurzes Stück erklettert werden, um vom äußersten Grat einen erregenden Blick in die gähnende Tiefe zu riskieren. Eine im Berghang höher platzierte Ruhebank nutzen wir zu einer ersten Wanderrast. Danach folgt ein windungsreicher Abstieg. Die Route zeigt sich immer wieder steil, schräg abfallend und der winterlichen Jahreszeit entsprechend ziemlich schlüpfrig. In den Pfad hinein gewachsenes Wurzelwerk erweist sich als ausgesprochen glatt und darf nicht betreten werden. Deshalb wird jeder Tritt in diesem Teilabschnitt sorgfältig gesetzt. Die mitgeführten Wanderstöcke sind dabei eine willkommene Hilfe.
Bizarre Felsformationen begleiten uns beim kurzweiligen Abstieg in das wilde Hitzelbachtal
So kommen wir, obwohl es serpentinenartig talwärts geht nur langsam voran. Trotzdem nehmen wir uns die Zeit, um die bizarren, von Moosen und Flechten bedeckten Felsformationen und hoch aufragenden Schieferwände zu bewundern, die sich rechts oder links des Weges im Steilhang immer wieder zeigen. Eine in halber Hanglage anzulaufende rustikale Wanderhütte nutzen wir zur Mittagspause und verzehren die mitgeführte Marschverpflegung. An dieser Stelle verlassen die Wanderer die Routenführung des Saar-Hunsrück-Steigs und folgen der Traumschleifenbeschilderung mit einem engen Linksschwenk in den bewaldeten Steilhang. Diesmal eine Etage tiefer und in Gegenrichtung quert der schmale Waldpfad in ständigem Auf und Ab durch Knorreichen- und Kiefernbestände die Altlayer Schweiz. Schließlich fällt die Route in das Hitzelbachtal hinein.
Im tief eingeschluchteten Hitzelbachtal bewundern wir eine Felsengrotte und mehrere kleine Wassersprünge
Im Talgrund vollzieht die Traumschleife einen Rechtsschwenk und folgt dem Hitzelbach auf einem weichen Uferweg in Fließrichtung. Überaus imposant geht es direkt am Gewässer entlang. Der Hitzelbach ist ein Zulauf des Altlayer Baches, der bei Zell in die Mosel mündet. Nachdem wir dem munter plätschernden Gewässer wenige Meter gefolgt sind, lockt etwas versteckt im rechten Hang und leider nicht ausgeschildert ein kurzer Aufstieg zur Felsengrotte. Den gewaltigen Felsüberhang ziert eine Marienstatue, die man in einer Nische angebracht hat. Im rechtsseitigen Berghang zeigen sich wenig später zwei aufgelassene Stolleneingänge, Relikte des ehemaligen Erzabbaus, während im Bachlauf immer wieder rauschende Wassersprünge zu bewundern sind. Quer zum Gewässer liegendes Totholz unterstreicht die Abgeschiedenheit dieser beeindruckenden Schlucht. Schließlich überschreiten wir den quirligen Hitzelbach auf einem rustikalen Holzsteg.



























