Ein grenzüberschreitendes Wandererlebnis im Bliesgau
Wichtiger Hinweis:
Im französischen Sarreguemines, dem Startort in die 1. Bliessteigetappe, ist es uns nicht gelungen, bezahlbaren Parkraum zu belegen. Für ein noch nicht einmal ausreichendes 5-Stunden-Ticket sind 20 € fällig. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, die Tour auf dem kostenfreien Parkplatz am Schwimmbad Centre Nautique Sarreguemines beginnen zu lassen. Dort trifft man sofort auf die Route des Bliessteigs. Die Tour verkürzt sich dadurch um etwa zwei Kilometer. Leider verpasst man durch diese Maßnahme den innerstädtischen Bereich von Sarreguemines, den sicherlich schönen Vorbeimarsch an der Saarpromenade und den Blick auf die Bliesmündung in die Saar.
Die knapp zehn Kilometer lange 1. Etappe des Bliessteigs vom französischen Sarreguemines, deutschsprachig Saargemünd, nach Gräfinthal führt gleich zu Beginn auf breiten Uferwegen an der Blies entlang. Der insgesamt recht abwechslungsreiche Streckenverlauf beinhaltet neben breiten naturbelassenen Wald- und Uferwegen in kurzen Teilabschnitten auch schmale erdige Pfade. Lediglich im Bereich der Ortschaften wird asphaltiertes Geläuf beschritten. Die Anzahl der zu bewältigenden Höhenmeter ist überschaubar und bewegt sich im zweistelligen Bereich. Wer also den 111 Kilometer langen, in neun Etappen aufgeteilten Fernwanderweg in seiner ganzen Länge durchwandern möchte, kann es auf der 1. Etappe geruhsam angehen lassen. Herausragende Highlights werden allerdings schmerzhaft vermisst. Lediglich der Vorbeimarsch an der historischen Bliesmühle und die klösterlichen Gemäuer in Gräfinthal zum Schluss der Tour sind erwähnenswerte Glanzlichter der kurzen Streckenwanderung.
Der Bliessteig führt an der historischen Bliesmühle vorbei, die heute ein Keramikmuseum beherbergt
Der Startpunkt der 1. Etappe befindet sich in der Nähe des Auditoriums Raymond Kraemer am rechten Saarufer von Sarreguemines, dem deutschsprachigen Saargemünd. Der Fernwanderweg läuft bis zur Mündung der Blies in die Saar an der schön gestalteten Saarpromenade entlang, schwenkt dann scharf nach rechts und folgt der Blies flussaufwärts. Nach zwei Kilometern gelangt man zum Schwimmbad Centre Nautique Sarreguemines. Mittels einer Holzbrücke wird die Blies überschritten, die hier die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich bildet. Jetzt auf deutscher Seite führen breite, fein geschotterte Uferwege am Fluss entlang. Schon wenig später weicht die üppige Uferbepflanzung zurück und gibt den Blick frei auf die historische Bliesmühle, die am jenseitigen Flussufer auf der französischen Seite zu sehen ist. Bei dem im Jahre 1841 errichteten Gemäuer handelt es sich um eine ehemalige Steinmühle. Bis 1969 wurden dort Rohstoffe mit Wasserkraft zerkleinert die eine Keramikmanufaktur zur Herstellung von Steingutartikeln benötigte. Heute beherbergt die Bliesmühle ein Museum für Keramiktechniken.
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