Auf breiten Wald- und Wiesenwegen durch den südlichen Bliesgau
Auf seinem zweiten, etwa 15 Kilometer messenden Tourabschnitt vom Kloster Gräfinthal nach Bebelsheim führt uns der Bliessteig auf breiten Wald- und Wiesenwegen oftmals recht eintönig durch den hügeligen südlichen Bliesgau. Der einzige erwähnenswerte Höhepunkt neben den schönen Fernblicken hoch über dem Mandelbachtal, ist die Inaugenscheinnahme der klösterlichen Gemäuer am Startpunkt Gräfinthal. Ansonsten weist das Streckenprofil in übergroßer Anzahl nur breite, häufig geradeaus laufende „Forstautobahnen“ auf. Schmale Pfade werden auf der 2. Etappe nur in ganz kurzen Teilabschnitten begangen. Kurz vor Abschluss der Tour sorgt ein Hügelgrab aus der Bronzezeit noch für kulturhistorische Akzente.
Das Kloster Grafinthal ist eine sehenswerte kulturhistorische Anlage im Letschenbachtal
Wir starten in die 2. Etappe des Bliessteigs in Blieskastel. Eingangs des Wallfahrtsortes steht ausreichender Parkraum zur Verfügung. Die in Blieskastel residierende Gräfin Elisabeth stiftete im Jahre 1253 das klösterliche Anwesen im Letschenbachtal, dass von da an den Namen Gräfinthal, Tal der Gräfin, erhielt. Ein hölzernes Madonnenbild lockte durch seine Wundertätigkeit über die Jahrhunderte Pilger ins Kloster Gräfinthal. Im Mittelalter wurde die Wilhelmitenabtei mehrmals von Plünderungen und Verwüstungen heimgesucht. So zeigt sich die heute sichtbare sakrale Anlage in Teilen auch als ruinöses Gemäuer. Bis zum Jahre 2014 besiedelten Benediktinermönche das Kloster Gräfinthal. Durch den Torbogen des ehemaligen Klosterhofes gelangt man zu der schön renovierten kleinen Kapelle. Sie ist für Besucher zugänglich und verfügt über einen sehenswerten Marienaltar im barocken Stil.
Nach Überschreitung des Mandelbaches halten wir an einem Fischteich erste Wanderrast
Schließlich verlassen wir den bemerkenswerten Wallfahrtsort, der zu den kulturhistorisch bedeutsamsten Stätten des Saarlandes zählt, überschreiten die L238 und wandern auf einem schmalen Pfad sanft ansteigend in den lichten Forst. Den möglichen, 500 Meter messenden Abstecher zur Naturbühne Gräfinthal haben wir aus Zeitgründen unterlassen. Mehrere Kreuzwegstationen begleiten uns beim Aufstieg zum Brudermannskreuz, das vom Bliessteig allerdings nicht angelaufen wird. Scharf rechts schwenkend geht es vorher auf breiten Waldwegen durch die Flanke des Allenberges. In diesem Teilabschnitt führt die Route bei mehreren Richtungswechseln oftmals recht eintönig und geradeaus durch den sommerlichen Buchenforst. Nach Querung der B423 wird der Mandelbach mit einem metallenen Steg überschritten. Die überdachte Schutzhütte am gleich darauf anzulaufenden Fischteich des Angelvereins Habkirchen nutzen wir zu einer ersten Wanderrast.
- Zurück
- Weiter >>



























