Auf schmalen, idyllischen Waldpfaden führt die AhrSchleife durch das Kesselinger Bachtal
Wir verlassen die Ortschaft Kesseling und wandern in das Kesselinger Tal hinein, das vom Kesselinger Bach durchflossen wird. Der Kesselinger Bach ist ein 14 Kilometer langes rechtsseitiges Nebengewässer der Ahr, das bei Schelborn entspringt und bei Ahrbrück einmündet. Bis zur Mündung in die Ahr wechselt der Bach mehrmals seinen Namen. So wird er im Oberlauf als Auelbach, Blasweiler Bach und Staffeler Bach bezeichnet. Im weiteren pfadigen Verlauf fallen mehrere kleine Rinnsale aus den steilen linksseitigen Hanglagen in den Kesselinger Bach hinein und verursachen teilweise bemerkenswerte canonartige Einschnitte. Nach etwa zwei Kilometern gelangen die Wanderer in die Ortschaft Ahrbrück. Hier überschreiten wir den Dennbach, der wenige Meter weiter ebenfalls in den Kesselinger Bach einmündet und queren die L85 inmitten der Ortslage.
Auf der mittelalterlichen Richtstätte „Auf Wolfsgraben“ hat man einen Gedenkstein errichtet
Nach dem Überschreiten der Asphaltpiste geht es erst auf Asphalt, kurz darauf links abzweigend mit einem schmalen Pfad in die Flanke der Ahrberge hinein. Mitten im Hang treffen wir auf den von rechts einmündenden Anglerpfad, dem wir jetzt mit einem scharfen Linksknick hinauf zur Silvesterhütte und zur Richtstätte "Auf Wolfsgraben" folgen. Auf diesem Bergsattel befand sich im Mittelalter die Hochgerichtsstätte des kurkölnischen Amtes Altenahr. "Auf Wolfsgraben" wurden damals ausschließlich Todesurteile vollstreckt. Einer Info-Tafel ist zu entnehmen, dass am 02. August 1649 "Els Simons, Thönnis Frauwe zu Pützfeld" am Galgen ihr Leben lassen musste und anschließend als Hexe verbrannt wurde. Zum Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert hat man hier einen Gedenkstein errichtet. Auf erregenden Waldpfaden geht es sodann über die Gratschneide des Mühlenberges hinweg. Dabei fallen grandiose Blicke ins Ahrtal und auf die Ortschaft Hönningen. Vorbei an der Ahrbrücker Katharinenkapelle gelangen wir talwärts wandernd mit einem weiteren pfadigen Abschnitt zum Ausgangspunkt zurück.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die knapp siebzehn Kilometer messende AhrSchleife Steinerberg bei Ahrbrück führt meist auf breiten, naturbelassenen Forstwegen aus dem mittleren Ahrtal zum aussichtsreichen Steinerberg hinauf. Die ahreifeltypische Wanderung lässt allerdings, außer den sicherlich grandiosen Ausblicken vom Steinerberg, herausragende Höhepunkte vermissen. Allein die pfadige Gratüberschreitung des Mühlenberges, einhergehend mit dem Vorbeimarsch an bizarren Felsgebilden, rechtfertigt nicht die Einordnung im Premiumsegment von Profirouten. Satte drei von fünf möglichen Bewertungssternen scheinen daher durchaus angemessen zu sein, um die schöne AhrSchleife bewertungsmäßig einzuordnen. Die Beschilderung ist gemäß den Vorgaben des Deutschen Wanderinstitutes angebracht. Entlang der Wegstrecke sind eine ausreichende Zahl von Rast- und Ruheplätzen anzutreffen.
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