Der Abstecher über den Kletterweg hinauf zum Goethepunkt erweist sich als überaus lohnend
Links abzweigend von der Alten Poststraße führt ein schmaler Pfad sanft ansteigend in den Wald hinein. Achtung!! Hier besteht die Möglichkeit einen Abstecher zu unternehmen und über einen alpinen Kletterweg zur Aussichtsplattform Goethepunkt hinauf zu steigen. Wer diese überaus lohnende Kletterpassage nicht unternehmen möchte, geht einfach tiefer in den Forst hinein und lässt die rechts des Weges auftauchende Leiter ungenutzt zurück. Wir hingegen steigen mit der Leiter in eine bizarre Felsformation hinein, die mit Seilsicherungen, Trittstiften und Eisenklammern versehen ist. Überaus steil geht es nunmehr mit den Wegezeichen des Lahnwanderweges bergan. Immer wieder tauchen kurze Kletterstellen auf, die es zu durchsteigen gilt. Dabei führt die Route mehrmals direkt am exponierten felsigen Grat entlang, der grandiose Tiefblicke ins Gelbachtal möglich macht. Auch in diesem Teilabschnitt hat man Kletterhilfen und Sicherungsseile angebracht.
Von der Panoramaplattform Goethepunkt fallen grandiose Blicke ins Lahn- und Gelbachtal
Schließlich gelangen die Wanderer zur Panoramaplattform Goethepunkt. Sie ist nach dem Dichterfürst Wolfgang Goethe benannt, der just an dieser Stelle im Jahre 1772 verweilt haben soll, um die traumhaften Ausblicke ins Lahntal, auf Obernhof, auf das Kloster Arnstein und ins Gelbachtal zu genießen. Auch wir tun dergleichen und nutzen den Goethepunkt für eine aussichtsreiche Wanderpause. Dann klettern wir mit der Aufstiegsroute überaus bedachtsam bergab und folgen, am Abzweig scharf rechts schwenkend, wieder der Routenführung der Gelbachhöhen-Tour. In halber Hanglage geht es ausgesprochen pfadig durch die steil abfallende Flanke des Höhenzuges zwischen Lahn und Gelbach. Die Abraumhalden der Otto-Gustav-Ley werden auf dem Bergmannspfad durchschritten. Rechts der Route tauchen immer wieder lotrecht aufragende, schroffe Schieferformationen auf, die für ständige Kurzweil sorgen. Ein kurzer Abzweig führt die Wanderer zum Felsenhorst der Otto-Gustav-Ley, der mit schönen Ausblicken ins waldreiche Gelbachtal aufwartet.
Vom Aussichtspunkt „Kreuz“ ist die Ortschaft Weinähr im Gelbachtal aus der Vogelperspektive zu bewundern
Von der Otto-Gustav-Ley geht es noch eine Weile durch die steile Hanglage. Dabei wechseln sich pfadiges Geläuf und naturbelassene Waldwege mehrmals ab. Schließlich fällt die Route vom breiten Forstweg scharf links abzweigend ins Gelbachtal hinein. Im Talgrund tritt die Route direkt an das rauschende Gewässer heran und führt danach mit einem breiten Uferweg durch die Gelbachauen zur Bruchhauser Mühle hinüber. Außer an Dienstagen kann in der urigen Schenke jeweils von 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr Einkehr gehalten werden. Im Anschluss an die eingelegte Wanderrast in der Bruchhäuser Mühle wird der Gelbach überschritten und etwa 300 Meter an der L325 entlang marschiert. Rechts abzweigend von der Asphaltpiste steigt die Route dann pfadig in den bewaldeten Hang. Nach einem scharfen Linsknick läuft die Gelbachhöhen-Tour auf breiten recht eintönigen Waldwegen nahezu höhengleich durch Buchen- und Eichenbestände, um schließlich nach Querung der K5 zum Weinährer Gipfelkreuz hinauf zu steigen. Von diesem herrlichen Aussichtspunkt, den man mit einer Schutzhütte versehen hat, fällt ein herrlicher Blick auf die Ortschaft Weinähr tief unten im Gelbachtal.



























