Die Vitaltour läuft in der Trombachschlucht ständig am munter plätschernden Gewässer entlang
Im weiteren Verlauf geht es sanft bergab. Wir verlassen das Naturschutzgebiet Lemberg. Der Streckenverlauf wechselt von schmalen, erdigen Pfaden zu breiten, fein geschotterten Forstwegen, die am Waldfriedhof Niederhausen vorbei laufen und sodann durch Wiesengelände ins Trombachtal hinein fallen. Erneut aufwärts wandernd wird das Waldgasthaus Lembergblick passiert. Bei der anschließenden Wanderung durch Waldparzellen begleitet uns die Vitaltour Ebernburg eine Weile. Beide Wanderrouten führen auf schmalen Waldpfaden an der ehemaligen Gaststätte Trombacher Hof vorbei und laufen dann talwärts in die Trombachschlucht hinein. Achtung! An einer Wegegabelung verlässt uns die Vitaltour Ebernburg. Wir folgen der linken Route und marschieren jetzt ständig am Trombach entlang. Dabei wird das Gewässer mehrmals überschritten und zuletzt mittels einer kleinen Furt durchquert. Erneut steigt die Route auf breiten Wegen in den bewaldeten Hang hinein. Der Aussichtspunkt Barbarablick wird angelaufen. Dann gelangen die Wanderer zum Besucherbergwerk Schmittenstollen
Der Schmittenstollen ist das einzige Quecksilberbergwerk in Westeuropa das für Besucher zugänglich ist
Bis zum Jahre 1938 hat man im Schmittenstollen Quecksilber abgebaut. Das ehemalige Bergwerk wurde 1981 für Besucher zugänglich gemacht und veranschaulicht die Arbeitsbedingungen der Bergleute in den zurückliegenden Jahrhunderten. Es handelt sich um das einzige Quecksilberbergwerk Westeuropas, das für Besucher zugänglich ist. Eine Bergwerksführung und der Besuch des kleinen Museums ist sehr zu empfehlen. Auf asphaltiertem Grund geht es noch einmal bergauf, bevor die Vitaltour mit einem nach rechts abzweigenden schmalen Pfad zur Abbruchkante der Naheberge zurückkehrt. Wenig später eröffnet sich ein erregender Talblick auf den Niederhausener Nahestausee. Zum Schluss zeigt sich die Route fast alpin. Die Vitaltour läuft an Felspartien vorbei, die zur linken Seite lotrecht aufragen, während das Gelände zur Rechten überaus steil abbricht. Eine ganze Reihe von traumhaften Nahetalpanoramen sorgen dabei für ein beeindruckendes Schlussszenario. Tief unten im Tal zeigt sich dabei immer wieder der Start- und Zielort Oberhausen, wo diese grandiose Vitaltour nach windungsreichem Abstieg ihr Ende findet.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Bei der Vitaltour Geheimnisvoller Lemberg handelt es sich ohne Zweifel um eine Rundwanderung der Superlative. Sie ist in allen Belangen im Premiumsegment einzuordnen und erhält von Profirouten in den Kategorien Landschaft und Erlebnis die Höchstzahl von fünf Bewertungssternen. Das Deutsche Wanderinstitut vergab für die 14 Kilometer lange Runde die ausgezeichneten Zahl von 90 Erlebnispunkten! Zu dieser grandiosen Bewertung leisten die traumhaften Ausblicke ins Nahetal, die geniale Routenführung, der idyllisch gelegene Silbersee und die leicht verständlichen Info-Tafeln entlang der Wanderstrecke einen entscheidenden Beitrag. Die liebevoll am Wegrand angebrachten Schnitzereien und die kunstvoll gestalteten Ruhebänke vervollständigen den hervorragenden Gesamteindruck. Die Besichtigung des Besucherbergwerks sollte man sich nicht entgehen lassen, sofern es die Zeit erlaubt. Die Vitaltour ist nahezu unverlaufbar ausgeschildert und verfügt über eine ausreichende Zahl an Rast- und Ruhemöglichkeiten.
Wichtige Hinweise des Autors:
Die Vitaltour verfügt über fünf Eingangsportale 1) Oberhausen, 2) Niederhausen, 3) Feilbingert, 4) Wanderparkplatz Silbersee, 5) Parkplatz an der Lemberghütte. Die Streckenlänge der Vitaltour beträgt etwas mehr als dreizehn Kilometer wenn man die Tour vom Wanderparkplatz Silbersee oder von der Lemberghütte aus beginnt. Beim Tourstart vom Eingangsportal Oberhausen verlängert sich die Route auf knapp sechzehn Wanderkilometer. Zudem ist gleich zu Beginn ein strammer Anstieg zu bewältigen.
Zum Film "Vitaltour Geheimnisvoller Lemberg" von Helmut Seiwert
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