Die ruinösen Reste der Orangerie von Schloss Karlsberg werden vom Bliessteig angelaufen
Vom Karlsbergweiher ist es nicht weit bis zur Ruine der Orangerie, einem weiteren Relikt des WaldParks Schloss Karlsberg. Innerhalb der umfangreichen in den Jahren 1778 bis 1788 errichteten Schlossanlage auf dem Karlsberg diente der ehemals dreiflüglig angelegte imposante Bau der Orangerie als Pflanzenhaus, insbesondere der Überwinterung kälteempfindlicher Zitrusfrüchte. Heute ist vom ehemals stolzen Bauwerk lediglich der ruinöse mittlere Teil des Kellergeschosses erhalten geblieben. Von der Orangerie führen schmale Waldpfade und breite Forstwege zum Großen Kehrberg hinauf. Hier auf einer Höhe von 351 über NN treffen die Wanderer auf eine bewirtschaftete Wanderhütte des Homburger Pfälzerwaldvereins. Vom Hüttenvorplatz fällt ein traumhafter Weitblick in die Saarpfalz.
Der Möhlwoog ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Jägersburger Weiherlandschaft
Auch im letzten Drittel des Streckenverlaufs zeigt sich der Bliessteig ausgesprochen pfadig. Die Ortschaft Bruchhof wird durchwandert. Nachdem wir die Bebauung hinter uns gelassen haben, geht es eine Weile an einer stillgelegten Bahnlinie entlang. Schließlich wird die Autobahn A6 unterschritten. Nach Querung der L118 läuft der Bliessteig durch eine moorige Auenlandschaft zum Möhlwoog-Weiher hinüber. Das künstlich aufgestaute Gewässer wird durch den Erbach gespeist und diente ursprünglich als Teil der Jägersburger Weiherlandschaft der Fischzucht für die in der Nähe liegenden Klöster. Heute ist der Angelweiher ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrern. Die 7. Etappe des Bliessteigs führt direkt am Ufer entlang und endet an der urigen Gaststätte Peters Alm, die zwischen dem Möhlwoogteich und dem Brückweiher anzutreffen ist.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die nach unserer Messung knapp 16 Kilometer lange 7. Etappe des Bliessteigs von Homburg nach Jägersburg besticht durch ihren überbordenden Abwechslungsreichtum im Streckenverlauf. Hinzu gesellen sich die von jedem Wanderer so sehr geschätzten schmalen Wald- und Uferpfade, die große Teile der Route abdecken. Naturbelassene Forstwege und in kurzen Teilabschnitten asphaltiertes Geläuf werden ebenfalls beschritten. Mit dem Karlsbergweiher und dem Möhlwoogteich läuft der Bliessteig gleich an zwei idyllischen Gewässern entlang, die jedes für sich zu einer ausgiebigen Wanderrast einladen. Absolutes Highlight der Tour ist natürlich der Besuch der Schlossberghöhlen gleich zu Beginn der Streckenwanderung. Aufgrund der vorstehend aufgeführten positiven Attribute ist die Einordnung im 4-Sterne-Premiumbereich vollumfänglich gerechtfertigt. Die Beschilderung ist nahezu unverlaufbar und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze werden unterwegs in ausreichender Zahl angeboten.
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