Wir unternehmen einen Abstecher zur Burgruine Arenberg auf dem 623 Meter hohen Aremberg
Innerhalb der Ortschaft Aremberg, mit ihrer schmucken Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus, entschließen wir uns, einen Abstecher zur Burgruine Arenberg zu unternehmen. Mit der Burgstraße geht es, vorbei am 600 Jahre alten historischen Junkerhaus, über einen holprigen, noch aus dem Mittelalter stammenden Pflasterweg zum Aremberg hinauf. Auf dem 623 Meter hohen und einem der größten tertiären Vulkane der Eifel, thronte im Mittelalter eine gewaltige Höhenburg, die erstmals 1166 urkundlich erwähnt wurde. Von der einstmals stolzen Feste Burg Arenberg sind leider nur kärgliche Mauerreste erhalten geblieben. Der heute sichtbare, nicht besteigbare Turm wurde im Jahre 1854 aus Ruinengestein errichtet. Im Jahre 1544 residierte hier die Fürstin Margaretha von der Marck-Arenberg. Sie galt innerhalb des Herzogtums als kluge und weise Frau, die den Bergbau, die Forstwirtschaft und die aufkommende Eisenindustrie entscheidend prägte und förderte. Zur Erinnerung hat man heute eine Wanderroute nach ihr benannt, den „Fürsten-Margaretha-Weg“.
Durch das Hühnerbachtal geht es zurück zum Start- und Zielort Müsch im Oberen Ahrtal
Auf dem Aremberg ist natürlich eine große Wanderpause absolute Pflicht. Eine ganze Reihe von Ruhebänken bieten sich dazu an. Entsprechende Hinweistafeln berichten über die Geschichte der Burg Arenberg. Wir verlassen den geschichtsträchtigen Ort, umrunden die Bergkuppe und durchmessen anschließend die Ortschaft Aremberg. Nahezu schnurgerade fällt die Route bei traumhaften Weitblicken auf breiten Feld- und Wiesenwegen und nach Querung einer Asphaltpiste in das Hühnerbachtal hinein. Im Talgrund wird das Gewässer überschritten. Es geht durch einen Fichtenforst, in dem sich frühlingshaft aufblühender Waldklee ausbreitet. Von einem wiesenbedeckten Höhenzug fällt dann der erregende Blick zurück auf die landschaftsprägende Silhouette des Aremberges. Im letzten Teilabschnitt führen schmale, idyllische Waldpfade vorbei an der Wacholderhütte zurück nach Müsch, dem Start- und Zielort der AhrSchleife Köhlerweg. Hier kann man im parkähnlich angelegten Inklusionsgarten die Wanderung ausklingen lassen.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Wer das Obere Ahrtal auf einer Rundwanderung erkunden möchte, der ist mit der knapp zwölf Kilometer langen AhrSchleife Köhlerweg auf der richtigen Strecke. Die Themenrunde informiert den Wanderer anhand von spannenden Info-Tafeln über die mittelalterliche Köhlerei, den Bergbau und die Eisenverhüttung im Herzogtum Arenberg auf verständliche Art und Weise. Hinzu gesellen sich traumhafte Fernsichten über die Ahreifel bis weit in die Hoch- und Vulkaneifel hinein. Breite Wald- und Wiesenwege prägen das abwechslungsreiche Streckenprofil. Schmale, erdige Pfade werden nur im letzten Teilabschnitt begangen. Zusammenfassend vergibt Profirouten in der Kategorie Erlebniswert vier von fünf möglichen Sternen. Im Bereich Landschaft erscheinen drei Sterne aufgrund der Streckenführung angemessen zu sein. Die Route ist somit gerade noch im Premiumsegment einzuordnen. Rast- und Ruhemöglichkeiten entlang der Themenrunde sind in ausreichendem Maße vorhanden. Die Beschilderung ist nahezu unverlaufbar und gut sichtbar angebracht.
Tipp des Autors:
Der historisch bedeutsame Abstecher zum höchsten Berg des Ahrgebirges, dem 623 Meter hohen Tertiärvulkan Aremberg, ist unverständlicher Weise nicht Bestandteil der Streckenführung, sollte aber unbedingt unternommen werden. Er verlängert die Route um knapp zwei Kilometer.- << Zurück
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