Burg Altwied thront auf einem Felsensporn, der auf drei Seiten von der Wied umflossen wird
Die Laubachsmühle beherbergt heute ein viel besuchtes Ausflugslokal, dass auf der Route des Wiedweges zur Einkehr einlädt. Zudem lockt an dieser Stelle ein links abzweigender Abstecher mit der Routenführung des Rheinsteigs und entlang des Laubaches zum Laubachwasserfall, den wir allerdings aus Zeitgründen unterlassen mussten. So setzen wir unsere Streckenwanderung über den Wiedweg fort und steigen von der Laubachsmühle erneut steil in den Wiedhang hinein. Auch in dem nun folgenden Teilabschnitt nach Altwied glänzt der Wiedweg mit seinem pfadigen Verlauf. Eine Schutzhütte wird passiert bevor die Route in die Ortschaft Altwied hinein fällt. Hoch über dem Westerwaldort ragt auf einem Felsensporn, der auf drei Seiten von der Wied umflossen wird, die Burgruine Altwied auf. Es handelt sich dabei um die Stammburg der Grafen von Wied. Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde Burg Altwied zeit ihres Bestehens nie bekämpft, erobert oder zerstört. Vielmehr haben die Herren zu Wied das Gemäuer, als es seinen Zweck nicht mehr erfüllte, dem Verfall preisgegeben. Heute ist das Burggelände leider nicht zugänglich.
An der Wiedmündung in Neuwied-Irlich endet die überraschend kurzweilige letzte Etappe des Wiedweges
Unterhalb der Ortschaft Altwied überqueren die Wanderer die Wied über die historische Steinbrücke von 1648. Breite Wege führen durch das Altwieder Wohngebiet „Am Brückenstein“ und kurz darauf über den der Wied zufließenden Moorbach hinweg. In Segendorf wird der Fluss erneut überschritten. Diesmal läuft der Wiedweg am linken Wiedufer entlang. Wir nutzen einen kurzen pfadigen, wenige Meter messenden Stichweg um direkt ans Flussufer heran zu treten und die wilde Ufervegetation in Augenschein zu nehmen. In Niederbieber wird die Wied ein letztes Mal gequert. Von der Wiedrücke beobachten die Wanderer Nutrias, also Bisamratten, die sich auf einer Sandbank mitten im Fluss tummeln. Auch im letzten Drittel der Tour wartet der Wiedweg immer wieder mit pfadigen Verläufen auf, bevor die achte und überraschend kurzweilige letzte Etappe des Fernwanderweges an der Wiedmündung in Neuwied-Irlich ihr Ende findet.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die knapp 20 Kilometer messende 8. und letzte Etappe des Fernwanderweges entlang der Wied von Niederbreitbach nach Neuwied-Engers überrascht mit ihrem pfadigen Verlauf. Ein enormer Anteil der Wanderstrecke führt auf erdigen Waldpfaden und wurzeligen Steigen durch das windungsreiche Wiedtal. Der verbleibende Rest wird auf naturbelassenen Wald- und Wiesenwegen zurückgelegt. Auf einem nicht geringen Teil führt die Route direkt an der Wied entlang. So ist der letzte Teilabschnitt des Wiedweges durchaus im Premiumsegment einzuordnen. Vier Sterne in den Kategorien Landschaft und Erlebnis scheinen angemessen zu sein. Absolute Highlights fehlen leider völlig. Die Burgruine Altwied ist nicht begehbar. Allein der traumhafte Ausblick von der Sitzgruppe hoch über Datzeroth hinab ins Wiedtal reicht nicht aus für die Einordnung in eine 5-Sterne-Bewertung. Die Beschilderung der Streckenwanderung ist vollständig und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichendem Maße entlang des Weges vorhanden.
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