Die Prosterather Wacken sind ein gigantischer Quarzitzug der bis in den Ort Prosterath hinein ragt
Auf der Anhöhe treten die Wanderer aus dem Wald heraus. Vom Waldrand schweift der Blick über das Dhrontal hinweg auf die umliegenden Erhebungen des Hochwalds. Weit in der Ferne zeigt sich auf einem Höhenzug die Ortschaft Burtscheid. In einem weiten Rechtsbogen führt uns die Traumschleife an die Prosterather Wacken heran. Ein schmaler Pfad läuft am Fuß des gigantischen Quarzitzuges entlang, der bis in den Hunsrückort Prosterath hineinreicht. Die heute sichtbaren Härtlinge aus Taunusquarzit sind im Perm-Zeitalter vor rund 250 Millionen Jahren entstanden. Solche haushohen Quarzfelsen sind im Hunsrück neben dem Schiefer ein landschaftsprägendes Gestein. Aus Sandablagerungen des Erdzeitalters entstanden, wurden sie durch enormen Druck verfestigt. Wegen des hohen Widerstands gegen Verwitterung und Erosion ragen die Quarzitzüge auf dem Hunsrück als bizarre Felsgebilde aus der sie umgebenden Landschaft empor
Traumhafte Fernsichten über den Hunsrücker Hochwald bis hin zum Erbeskopf und in den Idarwald
Wir bewundern die unter Naturschutz stehende Felsformation und durchmessen die Ortschaft Prosterath. Dabei fällt die sehenswerte, im neugotischen Stil erbaute Dorfkirche ins Auge. Leider haben wir es versäumt, auch das neugotische Innere der kleinen Saalkirche fotographisch festzuhalten. Im weiteren Verlauf führt uns die Traumschleife Rockenburger Urwaldpfad auf breiten Feld- und Waldwegen über die Hochwaldhöhen hinweg. Traumhafte Ausblicke in den Naturpark Saar-Hunsrück, hinüber zum Erbeskopf und in den weit entfernten Idarwald begeistern sehr. Sogar die Höhenzüge der Eifel jenseits der Mosel sollen von hier aus zu sehen sein. Eine kurze Waldpassage führt die Wanderer schließlich zur Beurener Fischerhütte zurück. Hier endet eine herrliche Rundtour durch den Hunsrücker Hochwald.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die knapp zwölf Kilometer lange Traumschleife Rockenburger Urwaldpfad ist ohne Zweifel dem Premiumsegment von Profirouten zuzuordnen, wird sie doch auch vom Deutschen Wanderinstitut mit starken 73 Erlebnispunkten bewertet. Auf abgeschiedenen Forstwegen und schmalen, oftmals windungsreichen Waldpfaden läuft die Route durch den urwüchsigen Hunsrücker Hochwald und an der Kleinen Dhron entlang. Allerdings ist die Bezeichnung „Urwaldpfad“ leicht irreführend. Auf der gesamten Route sind im Landschaftsbild nur vereinzelt urwaldähnliche Zustände anzutreffen. Absolute Highlights der Tour sind die drei Steilabstiege über Holzleitern ins Dhrontal, der Vorbeimarsch an der wildwasserähnlichen Kleinen Dhron und der gigantische Quarzitzug der Prosterather Wacken. Die im letzten Teilabschnitt anzutreffenden herrlichen Weitblicke müssen bei der Zusammenfassung ebenfalls Erwähnung finden. So vergibt Profirouten in den Kategorien Landschaft und Erlebnis vier von fünf möglichen Bewertungssternen. Die Beschilderung der Traumschleife ist ausreichend und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden.
Tipp des Autors:
Wanderer die Hunde mitführen oder über eine nicht genügende Trittsicherheit verfügen sollten es unterlassen, die drei Holzleitern zu durchsteigen. Es besteht die Möglichkeit den Leiterabstieg mit einem Serpentinenpfad zu umgehen. Wer die Leiterpassage lieber im Aufwärtsgang durchsteigen möchte, kann die Traumschleife gegen den Uhrzeigersinn erwandern.
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