Die sich im Rheinbogen ausbreitende Stadt Remagen ist vom Panoramablick „Mitten am Rhein“ zu sehen
Schließlich verlassen die Wanderer Koppe Kreuz mit der Basalt-Schleifen-Beschilderung in Richtung Dattenberg. Es geht am „Naturpark-Weitblick-Leubsdorf“ vorbei. Auch von dieser Stelle schweift ein famoser Blick ins Rheintal. Erdige Pfade führen sodann am stillgelegten und eingefriedeten Basaltabbau Schwarzenberg vorbei. So kann man leider nicht zum kleinen Schwarzensee vordringen, der sich nach Aufgabe des Bruches in der Senke gebildet hat. Schließlich gelangen die Wanderer nach Dattenberg. Neben einem alten Lorenzug, der an den Basaltabbau erinnert, bewundern wir in der Ortsmitte das bemerkenswerte Fachwerkgemäuer des Ehrensteiner Hofes. Leider haben wir es versäumt, einen kurzen Abstecher zur Burg Dattenberg zu unternehmen. So verlassen wir den schmucken Rheinort und tauchen erneut in den Wald ein. Vom kurz darauf anzulaufenden Panoramablick „Mitten am Rhein“ fällt der Blick auf die Stadt Remagen, die sich im Rheinbogen ausbreitet.
Zum Schluss fällt die Route in ein canonartiges Bachtal hinein, das dem Alwiesbach zustrebt
Im letzten Drittel der Tour fällt die Basalt-Schleife von der Dattenberger Grillhütte in eine canonartige Schlucht hinein, die von einem unbenannten Gewässer durchflossen wird. Es handelt sich dabei um einen linksseitigen Zufluss des Alwiesbaches. Dabei überrascht uns die Route erneut mit ihrem pfadigen Verlauf und den erregenden Tiefblicken in die enge Schlucht. Wir folgen dem Gewässer stets talwärts wandernd in das Alwiesbachtal. Ein breiter Uferweg führt uns schließlich zurück in den Start- und Zielort Linz.
Nach der beeindruckenden Wanderung über die Basalt-Schleife wird die Linzer Altstadt bewundert
In Linz nehmen wir uns die Zeit, um die historische Altstadt näher in Augenschein zu nehmen. Die mittelalterliche Stadtbefestigung wurde im Jahre 1320 aus Basaltsäulen des Minderbergs erbaut. Von den einstmals vier Stadttoren sind mit dem Rhein- und Neutor zwei erhalten geblieben. Den schön gestalteten Linzer Marktplatz ziert das historische Rathaus von 1517. Es handelt sich dabei um das älteste Rathaus von Rheinland-Pfalz. Das besondere Highlight ist das Glockenspiel. Mehrmals täglich erklingen die 23 Glocken mit unterschiedlichen Melodien.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die knapp zwölf Kilometer lange Themenrunde Linzer Basalt-Schleife verbindet die Geschichte des Linzer Basalts mit einem erregenden Naturerlebnis, das mit der Durchwanderung von drei tief eingeschluchteten Tallagen und mehreren traumhaften Rheintalblicken jeden Wanderer tief beeindruckt. Leider führen die in jeder Wanderkarte sichtbaren Teichanlagen kein Wasser (Stand April 2026), was sehr bedauerlich ist, die Einordnung im Premiumsegment von Profirouten aber nicht beeinträchtigt. Besondere Highlights der Route sind ohne Zweifel die Panoramablicke vom Kaiserberg und von Koppe Kreuz ins Rheintal und die beeindruckende Altstadt des Start- und Zielortes Linz. Zum guten Gesamteindruck leisten auch die abwechslungsreiche Streckenführung, mit den in Teilabschnitten pfadigen Verläufen, und die zahlreichen Infostände einen entscheidenden Beitrag. So erscheinen vier von fünf möglichen Sternen in den Kategorien Landschaft und Erlebnis durchaus angemessen. Rast- und Ruhemöglichkeiten entlang der Runde sind in ausreichender Zahl vorhanden. Die Beschilderung ist durchgängig und gut sichtbar angebracht.
Tipp des Autors:
Wer von der linken Rheinseite anreist, sollte sein Auto auf dem Parkplatz am Fähranleger von Remagen-Kripp stehen lassen und anschließend die Fähre nach Linz benutzen, um die Wanderung auf dem Marktplatz zu beginnen. Der Obolus für das Übersetzen beträgt zweimal 1,20 €. So erspart man sich
a) die Anfahrt hinauf zum Kaiserberg und/oder
b) die lästige und sicherlich nicht kostenfreie Parkplatzsuche in der viel besuchten Rheinstadt Linz.
- << Zurück
- Weiter


























