Die Wäller Tour führt uns zur Waldkapelle und zum Ehrenhain der Gemeinde Atzelgift
Aus dem Wald heraus tretend werden die Asphaltpisten von K21 und L288 überschritten. Dabei eröffnen sich erste schöne Weitsichten in diesen Teil Westerwaldes. So ist am Horizont auf einem Höhenzug die Stadt Hachenburg zu sehen. Nachdem wir die L288 ein zweites Mal gequert haben, zeigt sich von einem Kreuz am Wegrand die Ortschaft Streithausen, die wir unmittelbar darauf durchwandern. Ausgangs der Bebauung führt uns die Beschilderung in das Tal der Kleinen Nister. Der Bach wird überschritten und rechtsschwenkend am Gewässer entlang marschiert. Kurz darauf gelangen die Wanderer über einen naturbelassenen breiten Forstweg zur Atzelgifter Waldkapelle. Anlässlich der 600 Jahrfeier der Gemeinde Atzelgift wurde sie 1996 im traditionellen Fachwerkstil am Waldrand errichtet. Erneut tritt die Wäller Tour an das Ufer der Kleinen Nister heran. Dort treffen die Wanderer auf den Ehrenhain Atzelgift. Die Gedenkstätte erinnert an die Vermissten und Gefallenen der beiden Weltkriege. Rund um einen Brunnen sind vier Figurengruppen aus Muschelkalk anzutreffen, die Abschied, Gefangenschaft und Trauer thematisieren.
Die ehemalige Luckenbacher Eisenerzgrube „Edelstein“ ist für Besucher zugänglich
Vom Atzelgifter Ehrenhain ist es nicht weit bis zur Luckenbacher Gustav-Adolf-Kapelle. Die aus Basaltsteinen gefertigte Kapelle wurde am ehemaligen Standort der Luckenbacher Bannmühle im Jahre 1947 errichtet. Leider ist das schmucke Kirchlein verschlossen und daher für vorbeilaufende Wanderer nicht zugänglich. Die Wäller Tour wendet sich nunmehr in das Tal des Rossbaches hinein. Der Rossbach ist ein rechtsseitiges Nebengewässer der Kleinen Nister. Abseits des Gewässers führen breite Waldwege zum Luckenbacher Ehrenmal hinüber. Hier vollzieht die Route einen scharfen Rechtsschwenk und läuft am Mundloch der Eisenerzgrube „Edelstein“ vorbei. In dem für Besucher heute noch begehbaren Bergwerksstollen wurden in den zurückliegenden Jahrhunderten Eisenerze abgebaut. Im Jahre 1921 wurde der Bergbau aufgegeben und die Grube endgültig stillgelegt. Im weiteren Verlauf führt die Wäller Tour mit dem Rossbach an der Ortsrandbebauung von Luckenbach entlang.

























