Vom Aussichtspunkt Hohe Lay fällt ein erregender Blick ins Nistertal und auf die Ortschaft Astert
Ausgangs von Luckenbach läuft die Wäller Tour Bachgeflüster durch die heideähnlichen Bachauen der Kleinen Nister, um die Wanderer nach mehreren Richtungswechseln nach Atzelgift zu führen. Hier treffen wir wieder auf den Ehrenhain und queren die Kleine Nister mittels einer steinernen Furt. Über die serpentinenartig über Trittstufen aufsteigende Himmelsleiter geht es stramm bergan zum Weltjugendtagskreuz hinauf, das einen schönen Blick auf Atzelgift ermöglicht. Breite naturbelassene Waldwege führen die Wanderer sodann nach Limbach. Hier wird die Kleine Nister überschritten. Vorbei an der sehenswerten Steinbogenbrücke führt die Route zum Waldrand hinauf. Über den Jägersteg geht es erneut über die Nister hinweg, um dann wenig später auf einem schmalen, wurzeligen Steig direkt am Gewässer entlang zu laufen. Das ist mit Abstand der schönste Teilabschnitt der Wäller-Tour Bachgeflüster. Leider verlässt die Route alsbald das Nistertal und steigt ausgesprochen pfadig zum Aussichtspunkt Hohe Lay hinauf. Von dieser exponierten Felsenkanzel fällt der Blick ins Nistertal und auf die Ortschaft Astert.
Die Dachschiefergrube Assberg ist bis zu einer „Teufe“ von zwanzig Metern ganzjährig begehbar
Das nächste Highlight dieser kurzweiligen Runde lässt nicht lange auf sich warten. Waldpfade führen zum Dachschieferbergwerk Assberg hinüber. Die im Jahre 1548 erstmals urkundlich erwähnte Schiefergrube gehörte zum Kloster Marienstatt, wurde vollständig in Handarbeit ausgehauen und erinnert an die Form einer unterirdischen Kapelle. Das herausragende Relikt der traditionsreichen Bergbaugeschichte der Westerwaldregion ist ganzjährig begehbar. Über drei stählerne Leitern kann man bis zu einer „Teufe“ von zwanzig Metern „einfahren“. Von der Dachschiefergrube Assberg geht es über unzählige Treppenstufen windungsreich bergab ins Nistertal. Zum xten-Mal geht es über den Fluss hinweg, der südwestlich des Stegskopfes entspringt und nach 25 Bachkilometern bei Heimborn in die Große Nister einmündet. Vorbei am kaiserlichen Friedhof und über die historische Nisterbrücke gelangen wir zurück zum Kloster Marienstatt. Hier endet eine herrliche Rundwanderung über die Wäller Tour Bachgeflüster.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die am 30. Mai 2026 eröffnete Wäller Tour Bachgeflüster erfüllt sämtliche Kriterien eines Premium-Rundwanderweges. Überaus kurzweilig folgt die knapp siebzehn Kilometer lange Route dem Lauf der Kleinen Nister, die dabei unzählige Male überschritten wird. Wie der Bezeichnung „Bachgeflüster“ zu entnehmen ist, sind leise plätschernde Gewässer ständige Begleiter auf der Wäller Tour. Herausragende Highlights sind die Klosteranlage der Abtei Marienstatt, die Atzelgifter Waldkapelle. der sich anschließende Ehrenhain und die begehbare Dachschiefergrube Assberg. Einige wenige Aussichtpunkte, wie das exponierte Felsennest der Hohen Lay sorgen darüber hinaus für eine erlebnisreiche Wanderung durch den Hachenburger Westerwald und die Kroppacher Schweiz. Ein enorm hoher Pfadanteil trägt ebenfalls dazu bei, dass die Runde als „Qualitätsweg wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet wurde. Die Beschilderung ist durchgängig und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruhemöglichkeiten stehen in ausreichender Zahl zur Verfügung.
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