Immer wieder erfreut uns die Route mit schönen Ausblicken in die waldreiche Landschaft des Wispertaunus
Über landwirtschaftliche Nutzflächen gelangen wir nach Hausen vor der Höhe. Wir streifen das überhöhische Dorf lediglich am Ortsrand. Scharf recht schwenkend geht es außerhalb der Bebauung durch ausgedehntes Wiesengelände bergab. Auch in diesem Wegeabschnitt erfreuen wir uns an schönen Ausblicken in die hügelige Landschaft des Wisprertaunus. Der Wisper Trail umrundet den 455 Meter hohen Hauser Berg. Dabei zeigt die Route endlich den bisher so sehr vermissten pfadigen Verlauf. Weiche erdige Waldpfade laufen durch Niederwald und Heckengelände. Ein imposanter Spechtbaum ragt links der Strecke auf. Leider hat dieser erregende Pfadabschnitt alsbald ein Ende. Der Wisper Trail quert auf breiten Wiesenwegen die Asphaltpiste der K669 und steigt zum Waldrand hinauf. Eine dort anzutreffende Ruhebank nutzen wir zu einer ausgiebigen Wanderrast.
Am Ochsenberg hoch über dem Start- und Zielort Fischbach sind Äskulapnattern beheimatet
In dem nun folgenden letzten Drittel führt der Wisper Trail aussichtsreich durch Waldparzellen und über landwirtschaftlich genutzte Freiflächen. Dabei ist links tief unten im Tal der Start- und Zielort Fischbach zu sehen. Schließlich fällt die Route nach einem pfadigen Verlauf erneut in das Fischbachtal hinein. Im Talgrund treffen die Wanderer auf den eingefassten Fischbacher Sauerbrunnen. Wir nehmen einen Schluck des köstlichen Mineralwassers, queren den Fischbach über einen hölzernen Steg und folgen der linksschwenkenden Routenbezeichnung des Wisper Trails bis in die Ortsmitte von Fischbach. Vom Dorfmittelpunkt steigen die Wanderer in die Flanke des Ochsenberges, der mit weiteren schönen Fernsichten aufwartet. Am Ochsenberg ist die seltene, jedoch ungiftige Äskulapnatter anzutreffen. Mit einer Länge von nahezu zwei Metern gehört sie zu den größten Schlangen Europas. Die Bezeichnung des nahegelegenen Ortes Schlangenbad geht auf das Vorkommen der Äskulapnattern am Ochsenberg zurück. Vom Ochsenberg ist es nicht mehr weit bis zum Start- und Zielpunkt dem Parkplatz an der Fischbachhalle.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Der knapp sechzehn Kilometer messende Wisper Trail Nr. 12 – Der Überhöhische verfehlt die so begehrte Premiumqualität in den Kategorien Erlebnis und Landschaft vollumfänglich. Profirouten vergibt in beiden Kriterien lediglich zwei von fünf möglichen Bewertungssternen. Allein ein Wassertretbecken, zwei kurze, zugegebenermaßen erregende Pfadabschnitte und eine eingefasste Mineralwasserquelle genügen nicht, um im Premiumsegment von Profirouten einen Platz zu finden. Die relativ zahlreichen schönen Ausblicke in die hügelige und waldreiche Landschaft des Wispertaunus vermögen diesen Misstand nicht aufzuwiegen, der durch die vor sich hin rostenden landwirtschaftlichen Gerätschaften im ersten Teilabschnitt noch negative Verstärkung erfährt. Die Einordnung als Premiumwanderung durch das Deutsche Wanderinstitut ist daher kaum nachvollziehbar. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist die Beschilderung ausreichend und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze sind entlang der Strecke in genügender Zahl vorhanden.
- << Zurück
- Weiter























