Hocheifel-Vulkanismus und Rennsportfeeling rund um die Nürburg
Die knapp elf Wanderkilometer messende Themenrunde „Auf den Spuren der Grünen Hölle“ befasst sich mit der Entstehung der Nordschleife des Nürburgrings in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts und dem Hocheifel-Vulkanismus im Erdzeitalter des Tertiärs. Hinzu gesellen sich grandiose Weitsichten über die bewaldeten Eifelhöhen, ein mittelalterliches Gemäuer das in der Region wohl seinesgleichen sucht und eine ausgesprochen vielschichtige Flora und Fauna, die für den interessierten Wanderer anhand von Hinweistafeln ausführlich beschrieben wird. Das kurzweilige Streckenprofil umfasst in überwiegender Zahl breite naturbelassene Forst- und Wiesenwege. In kurzen Teilabschnitten wird auch über schmale, erdige Waldpfade gewandert. Asphaltiertes Geläuf ist außerhalb der Ortslagen nur in geringem Umfang anzutreffen.
In den Feuchtwiesen der Stroth haben wilde Orchideen einen geschützten Standort gefunden
Wir beginnen die Themenrunde auf dem Wanderparkplatz im Eifelort Nürburg zu Füßen der gleichnamigen Burgruine. Hier steht kostenloser Parkraum zumindest an Werktagen in ausreichender Zahl zur Verfügung. Unterhalb des Hotels „Zur Nürburg“ führt uns die Beschilderung in den Wald hinein. Auf einem breiten Forstweg wird die tertiäre Basaltkuppe der Nürburg umrundet. Dabei eröffnen sich mehrmals erregende Weitblicke in die Hocheifel. Über die ausgedehnte Wiesenfläche der ehemaligen Wintersportanlage hinweg, die im Jahre 1953 eröffnet wurde, ist am Horizont die Silhouette der Hohen Acht zu sehen. Mit ihren 746 Metern ist sie der höchste Berg der Eifel. Wir streifen den östlichen Dorfrand von Nürburg, wandern ein kurzes Stück an der L93 entlang und queren schließlich die Asphaltpiste. Vorbei an sommerlichen Waldsäumen geht es jetzt durch die Feuchtwiesen der Stroht, die durch eine, den Regeneintrag stauende Lehmschicht entstanden sind. Feuchtigkeit liebende Pflanzen wie der Sumpfbaldrian, das Wiesenschaumkraut und das Gefleckte Knabenkraut, eine wilde Orchideenart, haben hier einen geschützten Standort gefunden.
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