Die spektakuläre Nordschleife des Nürburgrings wird in der Region als die GRÜNE HÖLLE bezeichnet
Im Talgrund wird der Breidscheider Bach überschritten. Breite Forstwege führen durch kleine Waldparzellen nun ständig bergan und ermöglichen aus den Glatthaferwiesen „Im Ertrisch“ einen schönen Blick auf die Nürburg. Kurz darauf wird die B257 erneut gequert. Deutlich hörbarer Motorenlärm zeigt an, dass wir uns jetzt in unmittelbarer Nähe der Nordschleife des Nürburgrings befinden. Ein kurzes Stück führt die Route im Rennabschnitt Quiddelbacher Höhe am Zaun der Rennstrecke entlang, die im Jahre 1927 eröffnet wurde. Auf einer Renndistanz von 22,5 Streckenkilometern müssen 172 Kurven durchfahren werden, wahrlich eine gewaltige Herausforderung für jeden Rennfahrer. Deshalb verlieh der Formel-1 Weltmeister Jackie Stewart der Rennstrecke in der Eifel den respektvollen Beinamen „GRÜNE HÖLLE“, auf deren Spuren wir uns gerade bewegen. Die Wanderer verweilen eine kurze Zeit am Zaun und beobachten die vorbei rasenden Fahrzeugführer mehrerer Sportwagen, die sich als Rennfahrer versuchen.
Zum Schluss der Themenrunde ist ein Besuch der Burgruine Nürburg absolute Pflicht
Wir verlassen die Rennstrecke des Nürburgrings und folgen der Routenführung recht unspektakulär auf breiten, windungsreichen Forstwegen durch den lichten Laubwald. Der aufgegebene Steinbruch „Buchental“ wird passiert. Hier wurde Basaltschotter für die „Rennstraße Nürburg-Ring“ gewonnen. Im Start- und Zielort Nürburg steigen die Wanderer zum krönenden Abschluss zur Burgruine hinauf, die auf dem 669 Meter hohen Basaltkegel aufragt. Das hervorragend renovierte mittelalterliche Gemäuer wurde im Jahre 1169 erstmals urkundlich erwähnt. Als Erbauer der stattlichen Feste gilt Graf Ulrich von Are. Endgültig zerstört wurde die Nürburg durch französische Soldaten im Jahre 1689 anlässlich des Pfälzischen Erbfolgekrieges. Heute ist die Burgruine vollumfänglich begehbar. Absolutes Highlight ist die Besteigung des zwanzig Meter hohen Bergfrieds. Von der Wehrplatte schweift ein traumhafter Blick über die Hocheifel, auf die umliegenden Ortschaften und hinüber zum Start- und Zielbereich der Rennstrecke. Mit dem Besuch der Nürburg beenden wir die ausgesprochen schöne Themenwanderung „Auf den Spuren der Grünen Hölle“.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die knapp elf Kilometer messende Themenrunde Auf den Spuren der Grünen Hölle ist ohne Zweifel im Premiumsegment von Profirouten einzuordnen. Dafür sorgen die kurzweilige Streckenführung, die professionelle Unterrichtung des Wanderers durch die am Wegrand installierten Hinweistafeln und der abschließende Besuch der Nürburg, die gegen einen Obolus von 3,- € zu besichtigen ist. Die Route führt durch abgeschiedene Waldparzellen und über ausgedehnte Weideflächen. An Renntagen ist allerdings mit überbordendem Motorenlärm zu rechnen. Die zahlreichen grandiosen Fernsichten hinüber zur Hohen Acht und zum weit entfernten Aremberg vertiefen den guten Gesamteindruck der Rundwanderung in besonderem Maße. Die etwas in die Jahre gekommenen Infotafeln sollten allerdings alsbald erneuert werden. Alles in allem vergibt Profirouten in den Kategorien Landschaft und Erlebnis vier von fünf möglichen Bewertungssternen. Die Beschilderung der Strecke ist nicht zu beanstanden. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind in ausreichender Zahl vorhanden.
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