Die Grüne-Hölle-Themenrunde führt am Burgweiher vorbei, der wohl als Fischteich der Nürburg diente
Ausgangs der Feuchtwiesen tritt die Grüne-Hölle-Route mit einem Linksschwenk in den Wald ein. Der anfangs noch breite Forstweg verjüngt sich alsbald zu einem schmalen Pfad, der sanft ansteigend eine kleine Waldparzelle durchmisst und dann auf eine Freifläche hinaus läuft. Erneut befinden sich die Wanderer in der Nähe der Ortschaft Nürburg. Eine Sitzgruppe lädt hier zur Rast ein. Die dort anzutreffende Infotafel beschäftigt sich mit dem tertiärzeitlichen Hocheifel-Vulkanismus, der vor 30 Millionen Jahren neben 300 weiteren Vulkanen auch den vor uns liegenden Vulkan „Nürburg“ entstehen ließ. Ein fein geschotterter Wanderweg führt an den Masten des aufgegebenen Ski-Schleppliftes vorbei zum Burgweiher hinüber, der mit einem kurzen Abstecher angelaufen werden kann. Das kleine idyllische Gewässer diente wohl im Mittelalter als Fischteich der Nürburg. Heute ist dort die Burgweiherhütte anzutreffen, die für gesellige Veranstaltungen samt Grillplatz angemietet werden kann.
Das säulenförmig erstarrte Gestein des Selbergs kann in einem aufgelassenen Steinbruch bewundert werden
Vom Burgweiher führt die Route sanft bergab und in die Goldhaferwiesen hinein. Es handelt sich dabei um eine Pflanzengemeinschaft die im Kreis Ahrweiler nur rund um die Nürburg anzutreffen ist und regelmäßig im Juni ihr violettes Blütenmeer entfaltet. Durch offenes Weideland geht es wenig später nach Quiddelbach. Der Eifelort wird durchwandert, um dann zur Quellkuppe des Selbergs hinauf zu steigen. Auch der 584 Meter hohe Selberg ist ein Vulkan, der im Tertiär tätig war und dessen Magmaaufstieg unterhalb der Erdkruste zum Stillstand kam. Das säulenförmig erstarrte Gestein ist in einem aufgelassenen Steinbruch, rechts abzweigend von der Route, heute noch sichtbar und wurde zum Häuserbau in Quiddelbach verwendet. Nach der Umrundung des Selbergs führt die Themenrunde ein kurzes Stück an der B257 entlang, um dann linksschwenkend über Wiesengelände in das Breidscheider Bachtal hinein zu fallen.

























